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Pressespiegel

08Okt

Lübecker Nachrichten vom 8. Oktober 2014

Im Laurent kocht der Chef selbst. Michalis Barmpavasiloglou stellte sich als neuer Betreiber des früheren Café am Markt im Bauausschuss vor.

Moscholakis Kostantinos, Michalis Barmpavasiloglou und Architekt Christian Faber

Berichteten im Oldesloer Bau- und Planungsausschuss über den geplanten Umbau des neuen Restaurants am Markt. Moscholakis Kostantinos, Michalis Barmpavasiloglou und Architekt Christian Faber (v.l.).

Zukünftiger Eingangsbereich des Restaurants Laurent

So soll später der Eingangsbereich des Restaurants Laurent aussehen: gleich vis-à-vis die Bar, zur Linken führt eine Treppe zur Galerie. Fotos: dvd

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe – „Michi“ – nur dieser Spitzname kursierte bis dato, wenn die Rede auf den neuen Betreiber des Cafés am Markt in Bad Oldesloe kam. Denn lange Zeit war es ein gut gehütetes Geheimnis, wer denn dem leer stehenden Lokal an einem der schönsten Plätze in der Kreisstadt wieder neues Leben einhauchen würde. Seit Montagabend hat „Michi“ ein Gesicht. Michalis Barmpavasiloglou, Koch und Gastronom, machte erstmals im Bau- und Planungsausschuss seine Aufwartung, an seiner Seite sein Geschäftspartner Moscholakis Kostantinos und Architekt Christian Faber.

Nach eigenem Bekunden will Barmpavasiloglou am Markt kein griechisches Restaurant eröffnen und auch keine Filiale einer anonymen Kette. „Wir beiden werden als Chefs immer anwesend sein. Es gibt mediterrane Küche. Ich koche selbst“, erklärte er und ließ noch ein wenig mehr hinter die Kulissen blicken. Der Name solle Laurent lauten, „nach dem Beschützer der Köche und aller, die mit dem Feuer spielen“, fügte Barmpavasiloglou lachend hinzu. Frühstück, Fisch, Fleisch, Pasta und ein zünftiger Mittagstisch sollen die Speisekarte füllen, wenn das Lokal erst seine Pforten geöffnet hat.

Bis es dazu kommt, müssen noch reichlich Vorarbeiten geleistet werden. Denn das frühere Caféhaus bedarf eines kompletten Umbaus. Wie Architekt Christian Faber von der KFA-Bauplanung GmbH aus Hamburg ausführte, wird beispielsweise der Haupteingang des Restaurants zur Hindenburgstraße hin angelegt werden. Eine besondere Rolle spiele auch das Raumkonzept, das die bestehende Struktur so verändere, dass eine harmonische Atmosphäre im Restaurant entsteht. Beim Betreten des Lokals falle der Blick gleich auf den Bartresen. Linkerhand führe später eine freitragende Treppe ins erste Obergeschoss hoch. Auch in der Galerie sei eine kleine Bar geplant.

Das Herzstück des Restaurants, die Küche, soll im rückwärtigen Teil des Gebäudes entstehen, wo einst eine Goldschmiede ansässig war. Bis dato gab es in dem als Café geführten Lokal nämlich keine professionell gestaltete Gastro-Küche, sondern nur eine provisorische Kochgelegenheit. Dementsprechend fehlen im Gebäude die für Restaurants vorgeschriebenen Be- und Entlüftungsanlagen. Um genügend Platz für die Einbauten zu haben, wird der Gruppenraum, den es im alten Café noch gab, aufgegeben.

Bauamtsleiter Thilo Scheuber machte auf einen besonderen Pluspunkt der neuen Gastronomie aufmerksam.„ An schönen Tagen können die Türen zum Platz hin geöffnet werden“, kündigte er an. Die Außensitzplätze würden auf jeden Fall zur Belebung der Innenstadt beitragen. Laut Barmpavasiloglou sollen später 50 bis 70 Gäste ihre Speisen und Getränke im Freien einnehmen können. Die einzige Ausnahme bildeten die Markttage. Dann sei der Platz den Verkaufsständen vorbehalten.

Anfang März sollen die Umbauarbeiten beendet sein. Statt einer herkömmlichen Eröffnung schwebt den künftigen Betreibern des Laurent ein so genanntes Soft-Opening vor. „Ich weiß aus meiner gastronomischen Erfahrung, dass uns die Leute die Bude einrennen, wenn wir ein konkretes Datum nennen“, erklärte Barmpavasiloglou. Er will dagegen eher peu à peu von der Oldesloer Bevölkerung wahrgenommen und frequentiert werden. Ob das gelingt, wird sich zeigen.

Suche nach öffentlicher Toilette

Die Neuverpachtung des Cafés am Markt wirft auch die Frage nach öffentlichen Toiletten in der Oldesloer Innenstadt wieder auf. Zur Hindenburgstraße hin soll beim Restaurant ein Behinderten-WC eingerichtet werden, das auch außerhalb der Öffnungszeiten von außen nutzbar ist. Da es nur mit einem Spezialschlüssel zu öffnen ist, erhob sich im Bau- und Planungsausschuss die Frage, wo und in welcher Form eine Toilette geschaffen werden kann, die für die Allgemeinheit zugängig ist.