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Pressespiegel

19Sep

Lübecker Nachrichten vom 19. September 2014

Kultur-Manager: SPD verunsichert Bad Oldesloer Sozialdemokraten wollen die Stelle nicht als Sachbereichsleitung bei der Stadt ansiedeln.

Von Kerstin Kuhlmann-SchultzBad Oldesloe - Die Oldesloer SPDhat Angst. Angst einen Fehler beider Besetzung des Postens für denManagerdes Kultur-undBildungszentrums(KuB) zu machen. "Wirhaben Angst, dass wir so eine Geschichteerleben, wie mit demSportsachbearbeiter. Wir geben soviele Millionen Euro für das KuBaus, es ist so entscheidend, dass derManager stimmt", unterstrich dieVorsitzende der SDP-Fraktion,MariaHerrmann jetzt im Hauptausschussder Stadtverordnetenversammlung.Damit wollte sie eineEntscheidung zur Ausschreibungder Stelle vertagen und sich nocheinmal Rat bei Fachleuten holen -ohne Erfolg."Für uns ist das nicht rund, wirsind so verunsichert", betonte sie.Unddas, obwohl es bereits unzähligeSitzungenzumThemaKuB-Managergegeben hat. Hermann stößtübel auf, dass der KuB-Manageroder die KuB-Managerin die SachbereichsleitungKultur übernehmensollundsich damit mit Verwaltungskramrumschlagen muss."Das war mal anders gedacht", soHerrmann.Der neue Sachbereich Kultur mitsechs Mitarbeitern wäre demHauptamtangegliedert. Die Kulturarbeit,das Archiv, die Städtepartnerschaften,das Veranstaltungsmanagement,die Stadtinfo undauchdie Raumvergabe unter anderemdes KuBaber auch des Bürgerhausesoder der Festhalle gehörenzu diesem Bereich. Die Arbeitsplatzbeschreibungder SachbereichsleitungKultur beinhaltet allgemeineLeitungsaufgaben sowiedas Management des Kultur- undBildungszentrums.Gesucht wird einePerson, die ein abgeschlossenesStudium im Kulturbereich hat. Sorgebereitet den Sozialdemokraten,dass für das Veranstaltungsmanagementnicht genug Zeit bleibt.Das sehen Linke und CDU anders."Es ist hier eine völlig verzogeneDiskussion. Ich sehe das unproblematisch",erklärte HendrikHolst. "Wir sollten den Managererst einmal machen lassen. Er mussden Laden zum Laufen bringen.Wenn man sieht, dass er noch präsentersein muss, dann kann mandas doch verlangen." Horst Möller,Fraktionschef der CDU, war richtigsauer. "Wir haben in 28 Sitzungendarüber beraten", es könne nichtangehen, die eigene Arbeit immerwieder in Frage zu stellen. Er unterstrich,dass der "SachbereichsleiterKultur nicht den ganzenTagseinenSachbereich leitet. Vielleichtbraucht er zehn Prozent seiner Arbeitszeitfür die Leitung."Mandy Treetzen, Kämmerin derStadt und für das Kultur- und Bildungszentrumverantwortlich,glaubt, dass dem Manager genugZeit für die Kultur bleibtunddas Zusammenführender Kulturarbeit inder Stadt - "er soll ja kreativ sein".Und zwar nicht nur, weil "der Saaldes KuB schon zu 70 bis 80 Prozentausgebucht ist" - von den Gruppenund Vereinen, die ins KuB ziehen,wenn es denn 2016 fertigstellt ist.Aber, so Treetzen, "derKuB-Managerbraucht Mitarbeiter, derkann das gar nicht alleine machen".In seinem Sachbereich könneer auf Mitarbeiter zurückgreifen.Ohne die Leitungsfunktion -"sie lassen sich davon so abschrecken"- sei er noch nicht einmalweisungsbefugt.Während Hinrich Stange (FDP)den KuB-Manager quasi als Intendantensah und sich deshalb eineEinbindung als SachbereichsleiterKultur schwer vorstellen konnte,zeigte sich Wolfgang Schmidt (parteilos)sprachlos. "Wir können demKuB-Manager doch keine Uniformverpassen, das ist doch irre. Wir habenanfangs gesagt, diese Personsolle sich frei entfalten können.Stattdessen soll die Person nurfunktionieren. Das ist völligerQuatsch." Dabei hatte Treetzenmehrmals unterstrichen, dass ausder Stellenbeschreibung hervorgehe,dass eine "kreative Person ausdem kulturellen Bereich" gesuchtwerde. Das hat der SPD aber nichtdie Angst genommen.

Stadtverordnete tagen

Die Stelle des Managers für das Kultur- und Bildungszentrum und damit die Einrichtung des Sachbereichs Kultur wird die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung beschäftigen. Sie beginnt am Montag, 22. September,um 19.30 Uhr in der Festhalle.