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Pressespiegel

10Sep

Lübecker Nachrichten vom 10. September 2014

Stahlpreis verteuert Brücke. Fußgängerüberweg zum Oldesloer Schwimmbad kostet 110 000 Euro mehr.

Bad Oldesloe - Eine bittere Pille mussten die Mitglieder des Oldesloer Bau- und Planungsausschusses schlucken. Die neue, aus Stahl geplante Fußgängerbrücke über die B 75 zum Hallenbad wird um 110 000 Euro teurer als angenommen. Bislang waren für den Neubau 278 000 Euro veranschlagt worden.

Da es unlängst schon zu Kostensteigerungen bei anderen Bauprojekten wie dem Kultur- und Bildungszentrum, der Kita Steinfelder Redder und dem Ausbau des Drosselwegs gekommen war, entspann sich eine lebhafte Debatte.

An Fehlern bei der Planung, wie es einige Ausschussmitgliedern vermutet hatten, liege es nicht, stellte Bauamtsleiter Thilo Scheuber klar. Das Problem bestehe darin, dass die Preise für Stahl in jüngster Zeit um 80 Prozent gestiegen seien. Somit verteuere sich der Anteil der Stadt um ein Drittel. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr sei nicht so stark belastet. Auf sein Konto entfielen nur Kosten für den Brückenabschnitt über der Fahrbahn.

Laut Klaus-Peter Scharnberg, dem Sachgebietsleiter Tiefbau, haben zwar acht Firmen Interesse am Auftrag gezeigt, ein Angebot habe aber nur eine abgegeben. Die Verwaltung sei zudem an Vorgaben bei der Preisgestaltung gebunden. Sie müsse sich an einer landesweit gültige Dokumentation aus dem Jahr 2012 orientieren und dürfe keine höheren Aufschläge berechnen, selbst wenn allgemein bekannt sei, dass Stahl inzwischen teurer sei.

"In Zeiten der Hochkonjunktur funktioniert das System der Ausschreibung nicht mehr. Ich frage mich, ob wir nicht abbrechen und neu ausschreiben", sagte Wilfried Janson (Grüne). Doch weder dieser Vorschlag noch die Idee, zu einer überdachten Holzkonstruktion zurückzukehren, fanden genügend Fürsprecher. Letztlich stimmten alle der überplanmäßigen Ausgabe für die Brücke von 110 000 Euro zu. dvd