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Pressespiegel

14Sep

Lübecker Nachrichten vom 14. September 2014

Sie hat ein Ohr für die Nöte der Händler. Imke Koch ist Bad Oldesloes neue Ladenflächenmanagerin und möchte die Innenstadt weiter entwickeln.

Imke Koch

Imke Koch geht von Tür zu Tür, um sich bei den Händlern als Ladenflächenmanagerin vorzustellen. Foto: dvd

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe - Klinkenputzen? Das ist nicht jedermanns Sache. Für Imke Koch wird es in den nächsten Wochen zur Hauptbeschäftigung. Und darüber ist sie nicht einmal unglücklich. Schließlich möchte die neue Ladenflächenmanagerin von Bad Oldesloe so schnell wie möglich Kontakt zu den Geschäftsleutenaufnehmen. Dazu klappert sie systematisch alle Läden in der Innenstadt ab und überreicht den Betreibern einen Fragebogen.

"Ich freue mich richtig und bin gespannt auf die Reaktion", sagt Imke Koch. Ihr gehe es darum, das Vertrauen der Geschäftsleute zu gewinnen und Vorurteile abzubauen, denn viele betrachteten Verwaltungen nur als "Gebühreneintreiber oder Verhinderer".

Das will die neue Managerin auf keinen Fall sein, sondern vielmehr eine Vermittlerin, die die Anregungen, aber auch Probleme aus der Geschäftswelt ins Oldesloer Rathaus trägt. "Für mich gehören Stadtentwicklung und Ladenflächenmanagement zusammen", sagt Imke Koch. Als Leiterin des Sachgebiets Bauverwaltung könne sie die Belange der Händler bei Planungen berücksichtigen. Auf ihre Mitwirkung sei die Stadt etwa angewiesen, wenn die Fußgängerzone hergerichtet wird. Dieses Projekt werde aber nicht vor 2016/2017 und nicht ohne ein weitgreifendes Beteiligungsverfahren in Angriff genommen.

Zu oberst auf Imke Kochs Liste stehen die Einzelhändler, dann folgen die Gastronomen. Mit ihnen möchte die Ladenflächenmanagerin Interviews führen, um zu erfahren, wo sie der Schuh drückt. In ihren ersten Gesprächen war bereits die schwierige Parksituation in der Stadt Thema. Wenn sich dies in einer abschließenden Analyse als Schwerpunkt erweise, sagt sie, lasse sich möglicherweise ein Rabattsystem für die Kunden einführen. Doch das sei noch Zukunftsmusik.

Als wunden Punkt betrachtet die Managerin auch den Online-Handel, der den Oldesloer Geschäften zusehends Konkurrenz macht. "Ich selbst versuche möglichst alle Einkäufe in unserer Stadt zu erledigen. Aber das macht längst nicht jeder so", sagt Imke Koch. Sie hält es aber für durchaus realistisch, dass auch hiesige Einzelhändler vom Online-Geschäft profitieren können. So will sie einen Workshop anbieten, der über Aufbau und Pflege von Internet-Shops informiert.

Die Eigentümer leer stehender Geschäfte will Imke Koch erst zum Schluss konsultieren. Nachdem mit Rohde, C&A und dm im Vorjahr neue Mieter in die Innenstadt gezogen seien, sei der Leerstand nicht mehr so besorgniserregend. Wünschenswert sei aber, dass sich ein Ledergeschäft mit Koffer- und Taschensortiment niederlasse.

Einen weiteren positiven Impuls für die Binnenkonjunktur der Stadtverspricht sich Imke von der Neueröffnung des Cafés am Markt, die nun auf März 2015 terminiert worden ist und den Bau der Trave-Arkaden, für die sich unlängst ein neuer Investor gefunden hat.

In ihrer Freizeit reist Imke Koch sehr gern. Bei Städtetouren fällt ihr das Abschalten aber schwer. "Ich schaue automatisch, wie die Kommunen Probleme lösen. Zuletzt war ich in Stralsund und habe dort einige Anregungen gesammelt", sagt die Managerin lachend.

Sattelfest in vielen Sachbereichen

Ausgebildet wurde Imke Koch beim Kreis Dithmarschen. Späterhin arbeitete sie im Ordnungsamt Bad Oldesloe-Land und wechselte 1992 in die Kulturabteilung und dann in den Bereich Umwelt der Stadt Bad Oldesloe. Seit 2001 leitet sie dort die Bauverwaltung.

Zu den Projekten, die sie dort begleitet hat oder immer noch betreut, gehören der Stadtumbau West, das Insek-Verfahren, der Architektenwettbewerb für das Kultur- und Bildungszentrum sowie die Sanierung des Trave- und des Kurparkstadions.

Das Ladenflächenmanagement betreut sie neben ihren anderen Funktionen mit einer halben Stelle. Weitere Informationen auf www.badoldesloe.de.