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Pressespiegel

25Jul

Lübecker Nachrichten vom 25. Juli 2014

Ladenflächenmanager nimmt seinen Hut. Die Stadt Bad Oldesloe hat den Vertrag mit Stefan Pötzsch vorzeitig und im gegenseitigen Einvernehmen gelöst.

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe - Die Stadt Bad Oldesloe hat den Vertrag mit ihrem bisherigen Ladenflächenmanager vor der offiziellen Frist aufgelöst. Stefan Pötzsch vom Büro MR Consultants wird schon zum 1. August seine Beratertätigkeit für die Stadt aufgeben. Ursprünglich sollte sein Vertrag noch bis zum Ende dieses Jahres laufen.

Auf Nachfrage der LN teilte Bürgermeister Tassilo von Bary mit, dass dies auf eigenen Wunsch des Ladenflächenmanagers geschehen sei. Da er sich beruflich umorientieren wolle, stehe er der Stadt nicht mehr im erforderlichen Maße zur Verfügung. Aus diesem Grunde sei der Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen gelöst worden.

Dabei war Pötzsch erst vor wenigen Wochen von der Hindenburgstraß ein neue Geschäftsräume in der Brunnenstraße umgezogen. Er hatte dies schon vor längerem angekündigt, da er das Quartier um die Bahnhofstraße entwickeln wollte. Doch gab es wohl auch Unstimmigkeiten mit dem Vermieter seines Büros in der Fußgängerzone.

So ganz überraschend kam die Nachricht von der Vertragsauflösung allerdings nicht. Dass es hinter den Kulissen ein wenig brodelte beziehungsweise Gesprächsbedarf gab, ließ sich deutlich am Programm der Hauptausschusssitzung vom 3. Juli ablesen. Das Thema Ladenflächenmanagement war dort unter der Rubrik "Nicht öffentliche Tagesordnungspunkte" aufgelistet. Da Personalangelegenheiten nach dem Kommunalrecht grundsätzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden, äußerten sich im Nachhinein weder die im Gremium vertretenen Politiker noch die Verwaltung zum Inhalt der Gespräche. Auch Bürgermeister Tassilo von Bary gab gestern nichts darüber preis.

Stefan Pötzsch selbst bestätigte, dass er sich beruflich verändern wolle. Er habe sich einem Citymanagement angeschlossen, das bundesweit agiere und auch in Lübeck vertreten sei, sagte er. Als Grund für seinen Kurswechsel gab er ein zerrüttetes Vertrauensverhältnis an. Die Auffassungen seien in der Frage auseinandergegangen, welchen Handlungsspielraum er als Berater der Stadt habe. "Wenn ich erfolgreich sein will, brauche ich aber das Vertrauen der Politik", sagte Pötzsch. Deshalb habe er die Konsequenzen gezogen.

Er fühle sich der Stadt aber nach wie vor verbunden, fuhr Pötzsch fort. Er werde weiterhin als externer Berater für die Entwicklung des Wohn- und Geschäftshauses in der Brunnenstraße 1 zur Verfügung stehen. "Das bin ich dem Hauseigentümer und dem Ehepaar Dittmar als Inhaber des Preisparadieses schuldig", sagte Pötzsch.

Nachfolgerin eingearbeitet

Der Beratervertrag zwischen Stadt und Ladenflächenmanager galt zunächst für zwei Jahre, mit der Option, ihn um ein Jahr zu verlängern. Dem hatten die Stadtverordneten denn auch zugestimmt.

In die Fußstapfen des Ladenflächenmanagers sollte perspektivisch ohnehin eine Mitarbeiterin der Oldesloer Stadtverwaltung treten. Inke Koch aus dem Bauwesen hat bereits Schulungen der IHK für City-Management absolviert und sollte bis Jahresende in die praktische Schule bei Stefan Pötzsch gehen. dvd