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Pressespiegel

24Jul

Stormarner Tageblatt vom 24. Juli 2014

Stadt führt Müllhotline ein. Über eine zentrale Rufnummer und ein Kontaktformular sollen Verschmutzungen gemeldet werden können.

Eine Dreckecke am Bahnhof.

Bad Oldesloe

"Siehst du wieder mal Dreck - ruf 115, die machen den weg." So, oder zumindest so ähnlich könnte es demnächst in Bad Oldesloe funktionieren. Auf Antrag der Grünen wurde im Hauptausschuss mehrheitlich beschlossen, in der Stadtverwaltung eine Müllhotline einzurichten.

Die verdreckte Innenstadt - da kann vermutlich jeder etwas zu sagen. Überquellende Papierkörbe, gammelige Fahrradwracks, die irgendwo abgestellt werden und Dreckecken, in denen die Müllhaufen immer größer werden. "Es ist ein Kampf gegen Windmühlen", findet Karin Hoffmann von den Grünen: "Alle Parteien haben sich die Stärkung der Innenstadt auf die Fahnen geschrieben, aber es wird nix umgesetzt. Dabei muss dringend was getan werden." Deshalb lautet ihr Vorschlag: Im Rathaus wird eine Servicenummer mit einem Anrufbeantworter eingerichtet. Dort können Bürger wilde Plakatierung melden, schon Tage vor der Abholung durch die Straßen fliegende Gelbe Säcke anzeigen, überquellende Papierkörbe oder zugewucherte Rad- und Fußwege zu Protokoll geben - also alles, was einen ärgert. Das Band soll täglich abgehört werden, der Mitarbeiter gibt die Meldungen dann an die zuständigen Stellen weiter. Über ein Kontaktformular auf der Stadt-Homepage soll das ebenfalls funktionieren.

Kämmerin Mandy Treetzen hält den Eindruck von der dreckigen Stadt für falsch: "Der Eindruck täuscht. Es ist alles gereinigt, die Papierkörbe sind leer." Einen größeren Aufwand als bisher zu betreiben, werden auch schnell teuer. Schon jetzt müssen die Anlieger der Fußgängerzone 28 Euro je Meter zahlen. Für Hinrich Stange (FDP) ist die Sache klar: "Wenn wir mehr Sauberkeit wollen, müssen wir Kapazitäten schaffen. Der Werkstattboden wird auch jeden Abend gefegt und nicht nur drei Mal die Woche." Auch Wolfgang Schmidt (parteilos) hat Zweifel: "Das kriegen wir sicher nicht nur mit einem AB hin."

Widerspruch kam nur von der SPD. Fraktionsvorsitzende Maria Herrmann kritisierte: "Wenn wir immer nur delegieren, wird sich nie was ändern. Wir müssen ein Bewusstsein für Sauberkeit wecken." Frei nach dem Motto: Das kostet nix, das können wir mal ausprobieren, stimmte auch die CDU für den Antrag.

Die Umsetzung des Beschlusses wird aber wegen der Urlaubszeit bis nach der Sommerpause warten müssen. Andreas Olbertz