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Pressespiegel

05Jul

Lübecker Nachrichten vom 5. Juli 2014

Mülltelefon für eine saubere Stadt. Oldesloer Bürger sollen verunreinigte Stellen der Verwaltung melden.

Bad Oldesloe – Herumkullernde Bierflaschen, Zigarettenkippen, überquellende Mülleimer - Karin Hoffmann(Grüne) ist diesen Anblick endgültig leid. Sie hat im Hauptausschuss vorgeschlagen, ein Servicetelefon einzuführen, über das Bürger Unrat im Stadtgebiet melden können. Während sich dafür die Mehrheit erwärmen konnte, stieß ihre Idee, die Politessen in die Ahndung von Schmutzfinken einzuspannen, auf Kritik.

"Wenn es uns nicht gelingt, dass sich die Bürger mit ihrer Stadt identifizieren, ändert sich nichts", äußerte sich Maria Herrmann (SPD) ablehnend. Hendrik Holtz (Linke) merkte an, dass auch mehr Personal da sein müsse, wenn Müllecken gemeldet werden. "Nichts ist so frustrierend als wenn danach nichts passieren würde", sagte er. Birgit Reichardt-Mewes (CDU) begrüßte Hoffmanns Idee und schlug vor, einen Anrufbeantworter zu installieren. Niemand müsse so ständig am Apparat sitzen. Das Personal, das sich um Falschparker kümmere, nun auch mit der  Müllüberwachung zu betrauen, sei indes schwierig, wolle man die Leute nicht überlasten.

Rückendeckung erhielt Hoffmann auch von Wilfried Janson (Grüne) und dem parteilosen Wolfgang Schmidt. Letzterer wünscht sich nicht nur ein Bürgertelefon, sondern "eine Kraft, die am anderen Ende sitzt und alles umsetzt.

"Handlungsbedarf sieht auch Hinrich Stange (FDP). Er hält die dreimalige Reinigung der Innenstadt in der Woche für zu wenig. Auf seine Forderung, dies müsse täglich geschehen, entgegnete Kämmerin Mandy Treetzen, das erhöhe die Gebühren. Derzeit koste die Reinigung etwa 27 Euro pro laufendem Meter. Im Übrigen sei es oft nur der subjektive Eindruck, dass die Stadt schmutzig sei. Wenn erst die Fußgängerzone neu hergerichtet sei mit neuen Pflanzkübeln, sehe die Sache schon anders aus. Bürgermeister Tassilo von Bary merkte an, dass Beschwerdeführer schon jetzt auch ohne Sorgentelefon bei der Stadt anrufen. Unter den Mitgliederndes Hauptausschusses fand Letzteres aber doch mehrheitlich Anklang. dvd