Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder

Pressespiegel

05Jul

Lübecker Nachrichten vom 5. Juli 2014

KuB nimmt innen und außen Gestalt an. Riesiger Baukran stellt die Materialversorgung aus der Luft sicher. Kulturmanagement wird jetzt Sachgebiet.

Riesige Baukran am Amtsgerichtsgebäude

Einen ganzen Tag dauerte es, bis der riesige Baukran am Amtsgerichtsgebäude stand. Foto:dvd

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe - Bislang beschränkten sich die Arbeiten auf die Peripherie: Dort, wo das neue Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum KuB entstehen soll, waren Gruben ausgehoben, Pfähle gegründet, störendes Pflaster entfernt und andere Vorbereitungen getroffen worden. Doch nun beginnt der eigentliche Umbau des alten Amtsgerichtsgebäudes.

Ein riesiger Kran wurde binnen eines Tages im schmalen Beer-Yaacov-Weg errichtet. Er nimmt auf der Baustelle eine wichtige strategische Funktion ein. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse lässt sich das für den Neubau der Oldesloer Bühne benötigte Material nur schwebend über das Dach auf die Rückseite des Amtsgerichtsgebäudes verfrachten.

Nach Auskunft von Mandy Treetzen, Fachbereichsleiterin Finanzen, wird in den nächsten Wochen das Kellergeschoss des Theaterhauses errichtet. Da der Baugrund an dieser Stelle sehr problematisch sei, habe man zuvor Pfähle in den Boden eingebracht, berichtet die Kämmerin, die für das KuB-Projekt in der Gesamtleitung verantwortlich zeichnet. Wie sie im jüngsten Hauptausschuss am Donnerstagabend andeutete, seien noch weitere Bodenuntersuchungen im Bereich der Baustelle zu erwarten.

Was das weitere Vorgehen anbelangt, so erklärte Mandy Treetzen, dass an allen Bauteilen wie Theater, Multifunktionssaal und der Verbindung zum alten Rathaus parallel gearbeitet werde.

Das einstige Amtsgericht soll in seiner Gebäude- und Grundriss-Struktur weitgehend erhalten bleiben. In erster Linie wird die Raumaufteilung innen den neuen Bedürfnissen angepasst. Besonderes Augenmerk wird auch auf den Brandschutz und die Gebäudetechnik gelegt.

In Vorbereitung ist auch schon die Vergabe von Aufträgen, die mit dem Umbau der ehemaligen Justizbehörde in Zusammenhang stehen. So ist die Submission der Tischler-und Metallarbeiten schon abgeschlossen, die Ausschreibung der Lackier- und Malerarbeiten erfolgt im Juli.

Deutlicher schält sich inzwischen auch heraus, was der spätere Betreiber der Kulturstätte, der Kulturmanager, leisten soll. Vor zwei Wochen hatten die Mitglieder des Hauptausschusses bereits deutlich gemacht, dass sie die Bildung eines eigenen Fachbereichs ablehnen, dem neben dem KuB noch weitere Einrichtungen wie Bibliothek, Heimatmuseum oder Volkshochschule angegliedert werden. Als Argument führten die Politiker an, der Manager werde von seiner Kernaufgabe, der Vermarktung des Hauses, zu stark abgelenkt, da ihm zu viel Verwaltungsarbeit aufgebürdet werde.

Das neue Konzept, das die Stadt daraufhin ausgearbeitet hat, definiert das Kulturmanagement nun als Sachbereich. Demnach widmet sich der spätere Leiter der Organisation des KuBs, er erledigt darüberhinaus aber Verwaltungsaufgaben. Das Verhältnis von Bürojob und Kulturmarketing wollte Maria Herrmann (SPD) gern im Verhältnis 20 zu 80 Prozent in der Stellenbeschreibung festgeschrieben wissen. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Vermarktung des Kulturzentrums auch wirklich das Kerngeschäft bleibt. Das sei aber so in Stellenbeschreibungen nicht vorgesehen, sagte indes Hauptamtsleiter Malte Schaarmann.

 

Zentrum voller Leben

Die Oldesloer sollen in ihrem Kultur- und Bildungszentrum (KuB) die unterschiedlichsten Aktivitäten entfachen können. Vereine und andere Einrichtungen werden in dem Komplex zusammenfasst. So ziehen die Volkshochschule, die Musikschule, der Altstadtverein und das Projekt Klangstadt ein.

Ein als Kubus gestalteter Bau hinter dem alten Justizgebäude wird ganz der darstellenden Kunst gewidmet. Dort schlägt die Oldesloer Bühne ihr Domizil mit Probe- und Kinderbühne auf.

Raum für Versammlungen und Kulturevents bietet ein Multifunktionssaal. Zwischen altem Rathaus und neuem KuB entsteht zudem ein Verbindungsbau.