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Pressespiegel

19Jun

Stormarner Tageblatt vom 19. Juni 2014

Claudiusstraße wird bebaut. Projekt nimmt Formen an: Erste Rodungen im Herbst / Verkauf der Grundstücke im nächsten Jahr.

Geplanten Baugebiet

Bad Oldesloe

Seit vielen Jahren ist das Projekt "Claudiusstraße" in Bad Oldesloe im Gespräch. Das Grundstück am hinteren Ende der Kampstraße, das der Familie Stumpf gehört, soll in ein neues Baugebiet umgewandelt werden. Lange Zeit schleppte sich dieser Prozess dahin. Doch jetzt kommt richtig Schwung in die Sache.

Schon im Herbst sollen Rodungen stattfinden und nächstes Jahr die Grundstücke zum Verkauf bereit stehen. Die "Grundstücksgesellschaft Claudiusstraße" konnte den Profi Michael Schulz als Projektsteuerer gewinnen. Schulz arbeitete bereits für große amerikanische Consulting-Unternehmen und war etwa auch Projektleiter beim Bau des Bremer Weser Ports - er kennt sich also mit durchaus großen Projekten gut aus.

"Ich habe die Gesprächsfäden aufgenommen, die bereits vorhanden waren und hier und dort auch neue geknüpft, damit da richtig Bewegung reinkommt. Ich bin optimistisch, dass es nun richtig losgehen kann. Die Grundstücksgesellschaft hat zumindest nun alle geforderten Vorplanungen und Verhandlungen erledigt, um in konkrete, finale Planungen mit dem Kreis und der Stadt Bad Oldesloe voll einzusteigen", so Schulz.

Aktuell sind bereits Vermessungsteams vor Ort, um das Gelände genau zu kartographieren. Da es an dieser Stelle vor vielen Jahrzehnten eine Farbenfabrik gab, dürften die Böden stark belastet sein. Außerdem fand man bereits eine Hausmülldeponie in dem aktuell überwucherten Bereich. Diese stammt wohl aus den 1930er Jahren. "Wir sind hier durchaus bemüht, den Verursacher zu ermitteln", sagt Schulz stellvertretend für seine Auftraggeber. Die Bodenbelastung werde noch ermittelt, genau wie die Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg durchgeführt werde. In der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs war vor allem die Gegend um den Bahnhof von Alliierten schwer unter Beschuss genommen worden. Dass es hier noch nicht gezündete Bomben im Boden geben könnte, ist daher nicht unrealistisch. Als weiterer Schritt steht noch das Finden geeigneter Ausgleichsflächen auf dem Programm. "Bad Oldesloe benötigt Wohnraum und dort kann er entstehen. Unsere Stadt wächst im Speckgürtel Hamburgs und das ist auch gut so", sagte Bürgermeister Tassilo von Bary.

Ungefähr 100 Wohneinheiten sollen auf den knapp 4,5 Hektar entstehen. Straßen sollen neu angelegt werden, so wie natürlich die komplette notwendige Infrastruktur. Der Zugang für Fahrzeuge soll über den Pölitzer Weg erfolgen. Die Kampstraße soll nicht direkt angeschlossen werden. "Eine sehr lange Zeit lag das Projekt quasi auf Eis. Jetzt sieht es so aus, als wenn es losgehen kann. Das begrüßt die Verwaltung natürlich. Wir hatten auch empfohlen, dass sich die Investoren professionelle Unterstützung besorgen", merkt− von Bary weiter an.

Die Mitglieder des Bau- und Planungsauschusses entschieden daher, dass das Projekt "Claudiusstraße" beim zuständigen Bauamt auf den Prioritätenplatz 1 gesetzt werden soll. Das Projekt "Postumbau" ist damit zunächst vom ersten Platz verdrängt. nie