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Pressespiegel

12Jun

Lübecker Nachrichten vom 12. Juni 2014

Zwei Standorte für Radhäuser.

Bad Oldesloe - Das hatte es so noch nicht gegeben: eine Ausschussvorsitzende, die kräftig auf den Tisch haut. Doch Maria Herrmann (SPD), die dem Gremium für Bau-und Planung vorsteht, konnte nicht mehr an sich halten, als es auf der jüngsten Sitzung erneut um den Bau von Parkhäusern für Fahrräder am Oldesloer Bahnhof ging. "Wir haben schon im Mai 2009 darüber geredet, 2010 haben die Grünen einen Antrag eingebracht, 2011 wir von der SPD und wenn sie nicht gestorben sind, dann . . .", entfuhr es ihr.

Rückblickend betrachtet ist über wettergeschützte und diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in der Kreisstadt schon viel diskutiert worden, doch gerührt hat sich bislang nichts. Dabei gibt es großen Bedarf bei den Pendlern, die täglich von Bad Oldesloe mit dem Zug nach Lübeck oder Hamburg zur Arbeit fahren.

Anfang April schien es, als sei der Durchbruch gelungen. Damals wurde das Modell eines vollautomatischen Parkhauses vorgestellt, in das per Chipkarte rund 100 Fahrräder eingelagert werden können. Das aus Offenburg in Baden Württemberg stammende Patent stieß allseits auf Begeisterung im Bau- und Planungsausschuss. Es erging ein Auftrag an die Verwaltung, alles in die Wege zu leiten, damit ein solches Radhaus in Bad Oldesloe gebaut werden kann.

Doch dies scheiterte bislang am geeigneten Standort. In Nähe des Bahnhofs gibt es kein kommunales Grundstück, das zur Verfügung steht. Und Freiflächen zwischen den Bahngleisen, so hieß es am Montag im Bau- und Planungsausschuss, dürfen aus Sicherheitsgründen nicht bebaut werden, weil sonst die Sicht der Lokführer behindert wird.

Doch es blitzt Licht am Ende des Tunnels auf: Ein Teil der am Bahnhof geschaffenen Pkw-Parkfläche soll umgewidmet und als Standort für - wie es inzwischen beschlossen wurde - zwei Fahrradparkhäuser fungieren. In Frage kommt entweder ein Areal des zur Ratzeburger Straße hin gelegenen Parkplatzes oder eines auf der gegenüberliegenden Seite nahe der Mommsenstraße.

Auf Antrag der SPD-Fraktion soll die Verwaltung nun ausloten, auf welcher der beiden Flächen schnellstmöglich gebaut werden kann und dies unter den wirtschaftlich günstigsten Bedingungen. Der Haken: Für beide Pkw-Parkplätze gab es Zuschüsse. Deshalb gilt es mit den Fördermittelgebern darüber zu verhandeln, ob Geld zurückgezahlt werden muss, wenn ein Teil davon umfunktioniert wird. "Wir haben alles so oft durchgekaut und möchten noch vor den Ferien eine beschlussfähige Vorlage", sagte Maria Herrmann. dvd