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Pressespiegel

13Jun

Stormarner Tageblatt vom 13. Juni 2014

Hospiz-Planung schon fast fertig. Sabine Tiedtke treibt ihre Vision zur Gründung eines Hospizes unermüdlich voran / Grundstück, Plan und Modell hat der Verein bereits.

Sabine Tiedtke mit dem Modell des Hospizes

Bad Oldesloe

Jaja, Sabine Tiedtke und ihre Idee von einem stationären Hospiz in Bad Oldesloe - eines von vielen wichtigen Projekten für Oldesloe, aber ob das je was wird? Kaum anderthalb Jahre nach dem ersten Treffen im Bürgerhaus ist klar: Das wird was! Sabine Tiedtke brennt für diese Idee und wird mit Sicherheit nicht locker lassen, ehe das Gebäude eröffnet ist.

"Ich staune selber", gibt die 51-Jährige unumwunden zu: "schließlich ist es nicht mehr als Sabine Tiedtke und ihre Vision." Das ist zwar teilweise richtig und doch total untertrieben. Mittlerweile ist der Verein "Lebensweg" gegründet. Es gibt Büroräume und regelmäßige Sprechstunden. Dem Verein ist ein Grundstück für den Bau ein Hospizes als Geschenk angeboten worden und eine Architektin hat passend zu dem Gelände bereits ein Gebäude geplant. Und das alles in grade mal 18 Monaten. "Seitdem ist das Rad am Laufen", freut sich Sabine Tiedtke: "Es gibt offenbar viele Menschen, die schon lange im Kopf haben: Wir brauchen hier ein Hospiz." Daher, so ihre Vermutung, komme die breite Unterstützung. Der Lebensweg von Sabine Tiedtke ist nicht geradlinig verlaufen, aber rückblickend sollte er wohl genau so sein. 1980 beginnt sie eine Lehre bei der Sparkasse wird Bankkauffrau. Dort lernt sie ihren Mann kennen, bekommt zwei Kinder und arbeitet nach der Elternzeit nur noch Teilzeit in ihrem Beruf. 1997 dann der Wechsel. Eigentlich wollte die gebürtige Hamburgerin, die seit 1983 in Oldesloe lebt, schon immer Krankenschwester werden. Sie schult um, arbeitet bis 2003 im damaligen Kreiskrankenhaus, wechselt anschließend zu einem ambulanten Dienst und macht später eine Ausbildung zur Pflegedienstleitung. Im Rahmen dieser Fortbildung musste sie ein Projekt entwickeln: Gründen Sie eine Firma. "Es waren nur Sekunden, da hatte ich das komplette Konzept im Kopf und ich wusste, dass ich noch ein Hospiz gründen werde und nur darum Krankenschwester geworden bin", erzählt die engagierte Oldesloerin. Einige Jahre geht sie mit der Vision schwanger, bevor sie sich im November 2012 damit an die Öffentlichkeit traut.

Dieses erste Treffen zog Kreise, immer mehr Freiwillige meldeten sich und eines Tages klingelte das Telefon. Eine Ahrensburgerin will dem Verein ein großes Grundstück am Schwarzen Damm direkt hinter dem Knickweg schenken. Kurz darauf lernte Sabine Tiedtke bei der Reinfelder Gesundheitsmesse Architektin Doris Rickmers kennen, die sich gerne einbringen möchte.

Das geschenkte Grundstück ist zwar sehr groß, aber leider nur schmal, dafür extrem tief. Eine Bebauung ließe sich nur realisieren, wenn das städtische Nachbargrundstück zumindest teilweise mitgenutzt werden könnte. Die Verwaltung sah auf dem Gelände anfänglich baurechtliche Bedenken, doch nach einem einstimmigen Beschluss aus dem Bauausschuss war Kontakt mit Kreis und Land aufgenommen worden. Erste Rückmeldungen sind positiv ausgefallen. Politik müsste also die Planung vorantreiben.

Aber da ist ja auch noch die Finanzierungsfrage. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Baukosten auf 2,5 Millionen Euro. Eine Summe, die Sabine Tiedtke nicht gleich abschreckt. Sie steht bereits in Kontakt mit Holsteins Herz, der Aktion Mensch, der Fernsehlotterie und versucht große Stormarner Unternehmen ins Boot zu holen. Außerdem führt sie Gespräche mit Stiftungen.

Ein Finanzierungsbaustein wird eine Versteigerung während des Stadtfests sein. Das Preisparadies und City-Sport haben von zahlreichen namhaften Vereinen handsignierte Bälle und Trikots erhalten, sogar die deutsche Nationalmannschaft wollte sich nicht lumpen lassen - der aktuelle WM-Kader hat eigens ein Trikot unterschrieben. Sonnabend von 12 bis 14 Uhr werden die Fanartikel auf der Besttorbühne für den guten Zweck versteigert.

Andreas Olbertz