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Pressespiegel

13Jun

Stormarner Tageblatt vom 13. Juni 2014

„Das Projekt liegt auf Eis“. Pläne für die Oldesloer Trave-Arkaden sind vom Tisch / Stadt strebt Gesamtlösung für den Bereich an.

Blick auf das Postgebäude

Bad Oldesloe

Die Pläne für den Umbau des Postgebäudes zum umstrittenen Einkaufscenter "Trave-Arkaden" sind geplatzt. Bislang gab es allerdings Hoffnung, schnell mit neuen Investoren in eine alternative Planung einsteigen zu können. Dem ist nicht so, wie Bürgermeister Tassilo von Bary jetzt im Bauausschuss mitteilte: "Ich denke, dass wird alles noch eine Weile dauern. Aktuell liegt das Projekt quasi auf Eis." Die Verwaltung habe Kenntnis von drei Interessenten. "Es sieht so aus, dass die möglichen Investoren an dieser Stelle einen Vollversorger bauen wollen, ohne weitere Geschäfte - vielleicht noch mit einem Backshop", erläuterte der Bürgermeister erste Ideen. Er hat wenig Hoffnung, auf eine schnelle Lösung: "Selbst wenn sich die Investoren und die Eigentümer einig werden, dauert das noch Monate."

Den Einwand aus der Lokalpolitik, man könne vielleicht am grundsätzlichen Konzept der ursprünglichen Investoren mit neuem Investor festhalten, wiegelte er juristisch ab - die Planungen seien urheberrechtlich geschützt.

Gesichert sei damit aktuell wenigstens der Verbleib der Postbank in dem Gebäude bis zum Ende des Jahres. Während des Umbaus wollte sie auf den "M&H"-Parkplatz umziehen. "Das wäre gar nicht genehmigungsfähig gewesen", stellte der Bürgermeister klar.

Hans Herrmann Roden (SPD) brachte anschließend den Vorschlag ein, die aktuelle Situation als Chance zu nutzen: "Wir sollten darüber nachdenken, den M&H-Parkplatz und das Gelände mit dem leer stehenden ehemaligen Nickel-Gebäude als Stadt aufzukaufen. Dann können wir mitbestimmen, wie dort investiert wird und diese gesamte Ecke in einem Rutsch neu planen mit einem Gesamtkonzept. Alles andere ist nur Stückwerk."

Roden traf damit auf breite Zustimmung. Der Bauausschuss verabschiedete daher den Beschluss, dass der Finanzausschuss die Möglichkeiten zum Rückkauf des Parkplatzes und des angrenzenden Grundstücks überprüfen möge. "Eine gemeinsame, kompakte Planung für den gesamten Bereich wäre wünschenswert", sagte Oldesloes Bauamtsleiter Thilo Scheuber. Allerdings müssten dafür alle "nicht so einfachen" Besitzverhältnisse geklärt sein und sich passende Investoren - wünschenswerterweise für den gesamten Bereich - finden. "Es wäre für die Stadtentwicklung gut, wenn wir als Stadt sagen können: Wir stellen uns das so vor, und du, lieber Investor, setzt das bitte genau so um", lautet die Hoffnung Rodens. Dabei könne man ruhig geduldig sein. Der Prozess dauere schon eine ganze Weile, da komme es jetzt nicht auf Monate an. Auf der Prioritätenliste der Stadtverwaltung ist das Projekt sowieso nach unten gerutscht. Patrick Niemeier