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Pressespiegel

12Jun

Stormarner Tageblatt vom 12. Juni 2014

Bodenschichten abgesackt: Kurparkallee länger gesperrt. Verschiebungen im Erdreich verzögern sich die Bauarbeiten und verlängern das Oldesloer Verkehrschaos.

Sorgenstelle. Kreisel am Kurpark

Bad Oldesloe

Von wegen alles im Zeitplan: Seit Wochen ist die Kurparkallee gesperrt. Die Bauarbeiten haben ein bis dahin nicht gekanntes Verkehrschaos in der Stadt zur Folge. Bislang hieß es, die Arbeiten kämen gut voran. Ende des Monats sollte die Straße - zumindest teilweise - wieder frei gegeben werden. Nun die Kehrtwende: Die Bodenbeschaffenheit sorgt für erhebliche Probleme. Sand- und Erdschichten rutschen Richtung Beste weg. Das hat zur Folge, dass bereits in den Boden eingelassene Rohre abgesackt sind. "Es hat unerwartete Verschiebungen im Erdreich gegeben, dadurch gab es Absackungen und die führten dazu, dass es auch Probleme mit dem Grundwasserspiegel gibt", erklärte Tassilo von Bary den Mitgliedern des Bauausschuss: "Wir müssen das trocken bekommen."

Damit die Rohre also dort liegen bleiben, wo sie liegen sollen, müssen weitere Bauarbeiten vorgenommen werden. "Es müssen mehrere Trockenbrunnen gebaut werden, um diesen Bereich so herzustellen, dass die Bauarbeiten wie geplant fortgesetzt und abgeschlossen werden können", so von Bary. Bad Oldesloes neuer Bauamtsleiter Thilo Scheuber sagte, dass es sich bei dem aufgetretenen Problem nicht um mangelhafte Planungen oder Versäumnisse handele. Scheuber: "Natürlich wurde vorher die Beschaffenheit des Untergrunds ausgiebig überprüft. Dass diese Sande sich nun so verhalten und wegrutschen, war nicht zu erwarten." Gebäude seien aber nicht gefährdet. "Die Absackungen betreffen nicht die Häuser. Da besteht kein Grund zur Sorge", sagte von Bary. Mit den geeigneten Maßnahmen werde man dafür sorgen, dass die geplanten Bauarbeiten so bald wie möglich fortgesetzt werden können. Allerdings - und das ist für die Autofahrer und Anwohner - die schlechteste Nachricht - wird es zu "noch nicht genau kalkulierbaren Verzögerungen kommen". Die Sperrung der Kurparkallee werde nicht Ende Juni aufgehoben werden können. "Die Arbeiten werden sich lange in die Sommerferien hinein erstrecken. Wie weit das gehen wird kann ich aktuell nicht sagen", so der Verwaltungs-Chef.

Bisher war man davon ausgegangen, dass sich mit dem Ende dieses Teils der Arbeiten auch die Verkehrssituation pünktlich zu den Sommerferien entspannen. "Es lässt sich momentan nicht ändern. Wir müssen jetzt Lösungen für das Problem finden und daher verschieben sich natürlich auch alle anschließend geplanten Baumaßnahmen entsprechend", führte Tassilo von Bary aus. In der Stadt kursierende Gerüchte, wegen der veränderten Situation werde darüber nachgedacht, den Vogelschießerumzug abzusagen, um die Verkehrssituation am Veranstaltungstag nicht weiter zu verschärfen, weis von Bary zurück. "Dazu haben wir zu diesem Zeitpunkt wirklich keine Überlegungen angestellt. Stand jetzt, kann ich sagen, dass das Vogelschießen ganz normal stattfinden soll und ich denke nicht, dass sich das ändert", so der Verwaltungs-Chef. Patrick Niemeier