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Pressespiegel

28Mai

Stormarner Tageblatt vom 28. Mai 2014

Anlieger sollen mehr zahlen. Ausschreibungsergebnis für Sanierung Drosselweg zwar billiger, aber Stadtanteil daran deutlich teurer.

Bad Oldesloe

Verrückte Welt: Der Drosselweg muss saniert werden, die Planung steht, im Haushalt wurde Geld bereitgestellt, das Ausschreibungsergebnis fiel sogar billiger aus als erwartet - und trotzdem müssen die Anlieger mehr bezahlen.

Im Bauamt hatte man die Kosten für die Straßen- und Leitungserneuerung mit 543 800 Euro errechnet. Das Auschreibungsergebnis ergab jetzt Gesamtkosten von 488 800 Euro. Diese Summe ist allerdings für ein ganzes Paket von Arbeiten. Einen Teil davon, quasi alles unterirdische, geht auf die Rechnung der Stadtwerke - das Zahlen alle Verbraucher mit ihren Gebühren. Der verbleibende städtische Anteil wird zu 85 Prozent auf die Anlieger des Drosselwegs umgelegt, da es sich um eine reine Anliegerstraße handelt. Die Verwaltung war davon ausgegangen, dass sich ihr Anteil auf 267 500 Euro beläuft. Doch genau dieser Kostenblock hat sich deutlich verteuert. Die Ausschreibung hat Kosten in Höhe von 321 600 Euro ergeben. Diese gut 50 000 Euro werden zu einem Großteil auf die Drosselwegbewohner umgelegt.

Eine Gruppe von Anliegern wollte in der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung wissen, ob es nicht möglich sei, mit der Straßensanierung so lange zu warten, bis sich die Konjunktur beruhigt habe und die Preise wieder sinken.

Doch das geht nicht. Aus juristischen Gründen, so die Antwort von Bürgermeister Tassilo von Bary, könne die Stadt nur von einer Ausschreibung zurücktreten, wenn das Ergebnis deutlich über den Erwartungen liege. In diesem Fall sei es aber niedriger ausgefallen. Politik will die Auftragserteilung auch nicht verschieben. "Deswegen haben wir doch das Pavement Management angeschafft, um objektive Aussagen zu bekommen", erläuterte Bauausschuss-Vorsitzende Maria Herrmann (SPD): "Und außerdem habe ich noch nie erlebt, dass Bauprojekte mal billiger werden."

Die Kostensteigerung hängt größtenteils mit Baunebenkosten zusammen. Die Kampfmittelsondierung sei deutlich teurer geworden, ebenso die Baustelleneinrichtung und die Standortsicherung der Bäume. Andreas Olbertz Anliegerinfo: Dienstag, 3. Juni, um 19 Uhr in der Festhalle.