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Pressespiegel

14Mai

Lübecker Nachrichten vom 14. Mai 2014

Trave-Arkaden: Neues Konzept ist gefragt. Nach gescheitertem Ankauf der Oldesloer Postbankfiliale beraten die Parteien. Investor plant indes weiter.

Rosi Behrend

Rosemarie Behrend möchte das Planungsgebiet

Bad Oldesloe – Ob am Standort der Oldesloer Postbankfiliale jemals ein Einkaufszentrum entstehen wird, ist weiterhin fraglich. Nach Informationen von Bürgermeister Tassilo von Bary hatte es den Versuch gegeben, alle Beteiligten an
einen Tisch zu holen, nachdem der Kaufvertrag über das Grundstück zwischen der Lorac Investment Management und Familie Weber von der Immo-Konzept Osnabrück nicht zustande gekommen war. Doch daraus sei bislang nichts geworden, erklärte er während der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses.

Den Vorschlag der Ausschussvorsitzenden Maria Herrmann (SPD), das Projekt einfach ohne den bisherigen Investor weiter zu entwickeln, hält von Bary für nicht praktikabel. Er gab zu bedenken, dass die Immo-Konzept Rechte an der Planung besitze, da sie dafür Gutachten auf eigene Rechnung in Auftrag gegeben habe. Es handele sich zudem um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan, der sich auch nicht ohne Weiteres in ein ganz „normales“ Verfahren umwandeln lasse. Schließlich seien darin viele Details wie etwa die Außenwerbung festgeschrieben.

Rosemarie Behrend (SPD) brachte ins Spiel, dass es sinnvoll sei, den Parkplatz an der Lübecker Straße und das leer stehende Gebäude daneben in die Planung einzubeziehen. „Dann hätte man für diese Flächen auch endlich mal ein Konzept“, sagte sie.

Darüber habe er auch schon nachgedacht, sagte von Bary. Doch die Parkplatzfläche umfasse gerade einmal 2000 Quadratmeter und das Gebäude nur 1300 Quadratmeter. Hinzu komme, dass es dazwischen eine Feuerwehrzufahrt gebe. Im Boden lägen überdies etliche Leitungen, die nicht überbaut werden dürften, erklärte der Bürgermeister. Beim Postgebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite seien es 5000 Quadratmeter, eine Größe, die gerade ausreiche, um das Projekt wirtschaftlich erscheinen zu lassen.

Uwe Rädisch (CDU) gab von Bary in seiner Einschätzung insofern Recht, als dass der Platz schon sehr beengt sei, um dort Geschäfte anzusiedeln. Denkbar sei aber, dort ein öffentlich bewirtschaftetes Parkhaus zu errichten, sagte er gestern im LN-Gespräch. Insofern sei es schon sinnvoll, zu überdenken, ob beide Standorte in die weitere Planung einbezogen werden sollen. Jetzt sei es aber erst einmal wichtig, sich innerhalb der Fraktionen eine Übersicht zu verschaffen und alle Möglichkeiten gedanklich durchzuspielen. Ihm sei daran gelegen, mit den anderen Parteien eine einvernehmliche Lösung zu finden.

„Wir sollten das derzeitige Vakuum nutzen, um uns einig zu werden, was wir wollen“, sagte Maria Herrmann. In diesem Zusammenhang stelle sich auch die Frage, ob das Einzelhandelskonzept fortgeschrieben werden solle. Auch Rosemarie Behrends Vorschlag, auch das Gebiet am Parkplatz einzubeziehen, müsse überdacht werden. Der Eigentümer dieser Flächen sei offenbar ganz generell interessiert daran, in die Planung eines Geschäftszentrums einzusteigen.

Der bisherige Investor plant unterdessen weiter. „Wir arbeiten an einem Generalunternehmervertrag“, sagt Hans-Joachim Weber. Die Verhandlungen seien ins Stocken geraten, weil die Sparkasse Holstein ihm den Kredit über den Kaufpreis des Grundstücks nur zubillige, wenn das Gebäude an der Lübecker Straße entmietet sei. Doch die Physiotherapeutin als letzte Mieterin wolle mit ihm inzwischen keinen Vertrag mehr abschließen, höchstens mit dem derzeitigen Eigentümer der Immobilie. Die Lorac Investment lehne das aber ab. Insofern rühre sich derzeit nichts. Dorothea von Dahlen