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Pressespiegel

16Apr

Lübecker Nachrichten vom 16. April 2014

Grüner Pfeil:Wer nicht anhält, muss zahlen. Polizei berichtete im Hauptausschuss über tückische Stellen auf Oldesloes Straßen. Fußgängerzone bekommt vielleicht Poller.

Kreuzung  - Theodor-Storm-Straße - Grabauer Straße

Diese Kreuzung gilt als besonders tückisch, da Autofahrer von der Theodor-Storm-Straße nur schlecht in die Grabauer Straße einsehen können. Dort hat es auch schon Unfälle gegeben. Fotos: von Dahlen

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe – Sollte man Tankwarte zu Preiserhöhungen nötigen, um die Unfallgefahr zu mindern? Diese Frage erscheint aberwitzig. Polizeihauptkommissar Wolf-Rüdiger Traß formulierte sie bewusst so, als er im Oldesloer Hauptausschuss über die Verkehrslage in der Kreisstadt berichtete. Gegen den gelegentlichen Stau an der Hem-Tankstelle könne die Polizei kaum etwas ausrichten, sagte er.

Uwe Rädisch (CDU) war es, der die Rede auf jene Tankstelle in der Ratzeburger Straße brachte. Sie nimmt die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer zeitweilig durch sehr günstigen Sprit voll in Anspruch." Dort passieren oft Auffahrunfälle, wenn der Diesel billig ist. Der Verkehr staut sich dann bis auf die Straße und die Anwohner kommen nicht mehr auf ihr Grundstück", berichtete er. Selbst Radfahrer seien betroffen

.Laut Traß gibt es bei der Tankstelle allerdings keinen Unfallschwerpunkt .Die Quote liege mit fünf Unfällen im Jahr deutlich unter einem besorgniserregenden Niveau. "Wir können dort ja auch nicht dauerhaft einen Schutzmann abstellen", fügte er hinzu.

Als weitere kritische Stelle im Stadtgebiet führten einige Mitglieder des Gremiums den grünen Pfeil für Abbieger vom Gewerbegebiet an der Lily-Braun-Straße zur B 208 an. Dass es an dieser Stelle häufig zu Verkehrsverstößen komme, bestätigte Traß. Viele Autofahrer hätten das Prinzip dieses Schildes nicht begriffen. Prinzipiell müssten sie an der Linie halten, so wie bei einem Stopp-Schild. Erst wenn es die Verkehrslage auf der Bundesstraße erlaube, dürften sie die Ampel dann auch bei Rot überqueren. "Wer einfach so durchrollt, ohne vorher anzuhalten, zahlt 120 Euro", warnte der Ordnungshüter. Die Meinungen gingen darin auseinander, ob es nicht besser wäre, den Pfeil abzumontieren. Nicht zuletzt sorgt auch der Fahrzeugverkehr in der Oldesloer Fußgängerzone für Ärger. Traß sollte im Ausschuss nun berichten, welche rechtliche Handhabe es dagegen gibt. Ihm zufolge gelten im Bereich zwischen Besttorstraße und Hude andere Verhältnisse als im restlichen Gebiet. Der vordere Teil der Fußgängerzone sei für Anlieger frei. "Wenn jemand zu Penny will, dann hat er ein Anliegen. Niemand kann ihm die Zufahrt verwehren", erläuterte der Hauptkommissar. Darin liege die Krux. Zusatzschilder wie etwa "Anlieferverkehr frei" seien nicht mehr zugelassen. Dass immer mehr Autofahrer in die Fußgängerzone einbiegen und später über die Hude und den Kirchplatz wieder abfahren, sei auch der Tatsache geschuldet, dass man diese Verkehrsführung während der Baumaßnahme in der Brunnenstraße zugelassen habe. Jetzt sei es schwierig, diese Gewohnheit wieder zurückzudrehen. Es sei denn, man wolle alle Fahrzeuge, auch die der Lieferanten, aus dem Bereich verbannen.

Als weitere Möglichkeit wurde das Aufstellen von versenkbaren Pollern in Erwägung gezogen. Laut Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak prüft die Verwaltung diese Variante derzeit und ist diesbezüglich schon im Gespräch mit Feuerwehr und Rettungsdienst. Sobald das Konzept ausgereift sei, werde es in den Ausschüssen vorgestellt. Ganz billig seien die elektronisch steuerbaren Pfosten jedoch nicht, merkte Klaus-Peter Scharnberg vom Bauamt an. Pro Stück seien 10 000 bis12 000 Euro fällig.

Statistik aus 2013

84 Mal gingen der Polizei im Vorjahr Autofahrer ins Netz, die keinen Führerschein besitzen.

77 Kraftfahrer fielen 2013 bei Straßenkontrollen auf, weil sie alkoholisiert unterwegs waren. Am vergangenen Wochenende traf es jemanden, der zudem im gestohlenen Auto ohne Fahrerlaubnis unterwegs war.

39 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz ahndete die Verkehrspolizei. Die Quote hat sich aufgrund besserer Diagnostik erhöht.