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Pressespiegel

29Mär

Lübecker Nachrichten vom 29. März 2014

Startschuss für professionelles Marketing. Neuer Verein „Wir für Bad Oldesloe“ will Projekte anschieben. Die Beitragssatzung wurde nicht verabschiedet.

Der neue Vorstand: Schriftführerin Imke Koch, Vorsitzender Volker Evers und Beisitzer Tassilo von Bary; die Beisitzer Dieter Harms und Günter Knubbe, der stellvertretende Vorsitzende Armin Andres und Kassenwartin Angela Dittmar.

Der neue Vorstand: (sitzend v. l.) Schriftführerin Imke Koch, Vorsitzender Volker Evers und Beisitzer Tassilo von Bary; (stehend v. l.) die Beisitzer Dieter Harms und Günter Knubbe, der stellvertretende Vorsitzende Armin Andres und Kassenwartin Angela Dittmar. Foto:Thormählen

Von Michael Thormählen Bad Oldesloe - "Wir brauchen Spielraum. Was nutzen die schönsten Ideen und Vorstellungen ohne finanzielle Grundlagen?" Volker Evers, der Vorsitzende des neu gegründeten Marketingvereins "Wir für Bad Oldesloe", stellte die wichtigste Frage im überfüllten Tagungsraum.

31 Geschäftsleute und engagierte Bürger hatten die Vereinssatzung unterzeichnet und damit ihren Beitritt perfekt gemacht. Sie wurden während der Gründungsversammlung auch mit den künftigen finanziellen Dimensionen konfrontiert. Städte mit einer vergleichbaren Größenordnung wie Bad Oldesloe hätten Marketingvereine mit jährlichen Budgets zwischen 50 000 und 250 000 Euro, erklärte Ladenflächenmanager Stefan Pötzsch. Für eine entsprechende Organisation in Stormarns Kreisstadt bezifferte er das Minimum auf 100 000 Euro pro Jahr.

"Wir werden nicht allein von Mitgliedsbeiträgen leben können", stellte Volker Evers fest. Zu hoffen sei unter anderem auf öffentliche Zuschüsse. Der neue Verein habe das Ziel, "jemanden für das Stadtmarketing einzustellen, der auch vom Fach ist - und ein Marketingspezialist kostet Geld". Eine ausschließlich ehrenamtliche Tätigkeit stoße angesichts der vielfältigen Aufgaben rasch an ihre Grenzen. Auch aus Kreisen der Mitglieder hieß es, einen "fest angestellten Geschäftsführer gibt es nicht für lau".

Nach einem präsentierten Satzungsentwurf sollen Privatpersonen 30 Euro pro Jahr als Beitrag bezahlen, Vereine zwischen 50 und 100 Euro, Einzelhändler 250 Euro (hier sollten Zuschläge möglich sein), Betriebe zwischen 150 und1000 Euro, Hotels zwischen 150 und 250 Euro, Restaurants 100 Euro sowie Freiberufler 150 Euro. Als Besonderheiten müssten die Mitgliedschaften der Stadt sowie der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute bilanziert werden. Das Zahlenwerk wurde von den Mitgliedern als Basis und Rahmen für die künftige Beitragsordnung gebilligt- zuvor hatte es darüber eine Diskussion gegeben, weil Teilnehmer einige Beträge als zu hoch angesetzt kritisierten. Eine Entscheidung soll während der nächsten Zusammenkunft getroffen werden.

Die Vorstandsmitglieder gehen davon aus, dass "Wir für Oldesloe" bis Endes des Jahres über Einnahmen zwischen 15 000 und 20 000 Euro verfüge. Davon könne natürlich noch kein City-Manager eingestellt werden. Doch der Verein müsse mit seinen Aufgaben wachsen, hieß es. Auf einen rasanten Anstieg der Mitgliederzahl hofft auch der Vorsitzende Volker Evers - es gebe zahlreiche weitere Geschäftsleute und Bürger, die mit Sicherheit in den neuen Verein eintreten wollten.

Diskutiert wurden mögliche Projekte. Genannt wurde ein Vorhaben unter dem Titel "Die gesunde Stadt" in Kooperation mit Kliniken und Ärzten, die Verschönerung der Innenstadt durch eine neue Bepflanzung, die Aufwertung verkaufsoffener Sonntage durch publikumswirksame Aktionen oder die Eröffnung einer Eisbahn während der Adventszeit. Vorstand und weitere Vereinsmitglieder wollen diese Pläne konkretisieren.


Bleibt der Name?

 

"Wir für Bad Oldesloe" - über denVereinsnamen wurde nach einer längeren Diskussion entschieden. Mitglieder brachten weitere Bezeichnungen ins Gespräch. Bürgermeister Tassilo von Bary, der dem Vorstand als Beisitzer angehört, machte deutlich, dass zunächst ein Name gefunden werden müsse, damit der Verein in das Register beim Amtsgericht eingetragen werden könne. Die Bezeichnung könne später geändert werden. Nicht nur um professionelles Marketing will sich der neue Verein kümmern, sondern auch auch um kulturelle und soziale Aufgaben.

Weitere Informationen bei Volker Evers, Telefon 0172/806 54 68 oder Mail evers-partner@t-online.de.