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Pressespiegel

29Mär

Stormarner Tageblatt vom 29. März 2014

Neu: Wir für Bad Oldesloe. Satzung und Beitragsordnung beschlossen, Vorstand gewählt: Marketingverein nimmt Arbeit auf

Der neue Vorsitzende Volker Evers präsentiert die Beitragsordnung

Der neue Vorsitzende Volker Evers (li.) präsentiert die Beitragsordnung – genehmigt. Foto: Olbertz

Bad Oldesloe Es ist vollbracht: Bad Oldesloe hat einen neuen Marketingverein. Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute, Arbeitskreis Hude oder TIK - das war alles gestern. Mit neuem Schwung geht es jetzt voran.

Der Platz im Hotel Oldesloer Hof reichte kaum aus. Für immer mehr Gründungsmitglieder mussten noch Stühle herangeschafft werden. Initiator Volker Evers strahlte. "Ich bin sehr dankbar, dass es geklappt hat - in so kurzer Zeit", sagte er.

Stadtmarketingverein - nein, dieser Begriff gefällt Evers nicht. "Wir haben einen größeren, ganzheitlichen Ansatz", erklärte der Marketingexperte und SPD-Politiker: "Ich sehe uns eher als Stadtförderverein." Das Kind muss natürlich einen Namen haben. "Wir für unsere Stadt, Initiative Bad Oldesloe e.V." Viel sperriger geht es kaum. Der erste Vorschlag hatte deshalb nicht lange Bestand. "Oldesloer für Bad Oldesloe"? Nach kurzer Diskussion wurde der Vorschlag "Wir für (unsere Stadt) Bad Oldesloe" mit überwältigender Mehrheit angenommen. Erster Punkt abgehakt.

Eine Satzung muss her. Volker Evers hatte vorgearbeitet und aus einem Mustertext und den Satzungen anderer Gewerbevereine einen Vorschlag zusammengestrickt. Dagegen gab es kaum was zu sagen. Nicht ganz unentscheidend für einen Beitritt dürfte für viele die Frage sein, wie hoch der Mitgliedsbeitrag ist. Volker Evers hatte dazu einen umfangreichen Vorschlag gemacht. Privatpersonen sollen 30 Euro Beitrag zahlen, Einzelhändler 250 plus 100 Euro Zuschlag in der Fußgängerzone, Betriebe müssen je nach Zahl der Angestellten zwischen 150 und 1000 Euro berappen. "Ohne Geld kann kein Marketingverein bestehen. Wir brauchen eine finanzielle Basis, sonst wird es frustrierend", argumentierte Evers. Ziel sei es, einen hauptamtlichen Geschäftsführer einzustellen und Aktionen zu finanzieren. Laut Ladenflächenmanager Stefan Pötzsch hätten vergleichbare Organisationen Etats zwischen 50 000 und 250 000 Euro. Er geht davon aus, dass "100 000 Euro Minimum" benötigt werden - jährlich. Solche Summen können nicht, dass machte Volker Evers klar, alleine über die Beiträge eingenommen werden. "Natürlich werden wir mit großen Betrieben auch über Sponsoring reden", kündigte er an. Hier und da wurde leise geschluckt, aber Kritik an dem Beitragsmodell blieb aus.

Also konnte eine Vorstand gewählt werden. Volker Evers wurde Vorsitzender, Armin Andres sein Stellvertreter, Imke Koch ist Schriftführerin, Margit Dittmar Kassenwartin. Zu Beisitzern wurden Günter Knubbe, Tassilo von Bary und Dieter Harms gewählt - alles einstimmig. In verschiedenen Arbeitsgruppen wie Gesundheit, Veranstaltungen, Tourismus oder Wir-Gefühl soll umgehend die praktische Arbeit aufgenommen werden. Andreas Olbertz

Kommentar von Andreas Olbertz

Der neue Heilsbringer
Weißer Rauch. Habemus Marketingverein.

Der Heilsbringer ist gegründet, jetzt wird alles besser.

Naja, kann ja eigentlich nur, denn schlechter geht kaum noch. Diverse Vorstände der GOK haben sich redlich bemüht und sind doch gescheitert - an Einzelinteressen, an der wachsenden Zahl von Filialisten, an der Unlust, Mitgliedsbeiträge zahlen zu wollen, an unerfüllten Ansprüchen ... Ob ein neuer Verein da eine Lösung ist? Die handelnden Personen kennt man größtenteils schon von anderen Bühnen - das kann es also nicht ausmachen. Aber vielleicht ist die Zeit jetzt reif für einen schwungvollen Neuanfang. Ein Erfolg wäre wünschenswert und auch dringend nötig. Andreas Olbertz