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Pressespiegel

19Mär

Stormarner Tageblatt vom 19. März 2014

Bevor es rund geht, wird’s Stau geben. Arbeiten für Kurparkkreisel beginnen in den nächsten Tagen / Bausumme 3,3 Millionen Euro / Kurparkallee bis Ende Juni voll gesperrt

Bad Oldesloe "Und noch ein Kreisel - wir hoffen, dass wir das hinkriegen, ohne dass der ganze Verkehr in der Stadt zusammenbricht." Bürgermeister Tassilo von Bary schwant schon, dass der Bau des lange geplanten, millionenschweren Kurparkkreisels zu Behinderungen führen wird.

In den kommenden Tagen wird mit der Baustelleneinrichtung begonnen. Am 10. April wird dann die Kurparkallee zwischen Beste-Brücke und Kreuzung gesperrt. Bis Juni ist dort kein Durchkommen mehr. Lediglich die Anlieger (bis auf einen) kommen noch auf ihre Grundstücke, und von der Mewesstraße bleibt eine Zufahrt zum Parkhaus Liebe.

Die Stadtwerke werden in der Kurparkallee die Regen- und Schmutzwasserleitungen erneuern. Außerdem muss eine Regenwasserbehandlungsanlage eingebaut werden - ein 81 Kubikmeter großer Kasten, in dem sich Schwebstoffe ablagern sollen. Dafür muss mit 11,5 Meter langen Spundbohlen eine Grube errichtet werden. "Das ist schon ein Bauwerk, das können wir nicht mal so nebenbei im laufenden Verkehr machen", versichert Klaus-Peter Scharnberg, Leiter der Tiefbauabteilung. Die Vereinigten Stadtwerke tauschen in dem Zuge auch gleich ihre Leitungen aus und verlegen Leerrohre, durch die in Zukunft Glasfasern für schnelles Internet durchgeführt werden können. Wenn die gröbsten Arbeiten erledigt sind, laut Plan soll das Ende Juni sein, kann die Kurparkallee als Einbahnstraße in Richtung Große Salinenstraße befahren werden. Bis Ende des Jahres soll dieser Bereich fertiggestellt sein.

Im Anschluss wird der Sülzberg in Angriff genommen. Auch er wird während der Bauphase die meiste Zeit einspurig befahrbar sein. Aber in dem Bereich wird es ebenfalls zu einer einmonatigen Vollsperrung kommen. Gleiches gilt für die Mewesstraße als drittem Bauabschnitt. Nach bisherigem Planungsstand kann auf eine Vollsperrung allerdings verzichtet werden. Erst ganz zum Schluss wird der eigentliche Kreisel hergestellt und die letzte Deckschicht aufgebracht. Im Herbst 2015 soll dann alles fertig sein.

In der Verwaltung hofft man, dass Autofahrer die Ausschilderung annehmen und den Bereich weiträumig über den Ring umfahren.

"Wir wissen, dass wir uns einen ehrgeizigen Zeitplan gesetzt haben", gesteht Scharnberg. Aber gerade wegen der heiklen Verkehrssituation ist Eile geboten. Unter anderem werden Busse der Autokraft nach einem speziellen Baustellenfahrplan verkehren. Die beteiligten Baufirmen sind verpflichtet, ständig mit zwei Kolonnen zu arbeiten, um zügig voran zu kommen. Der Kreisel wird einen Radius von 30 Metern bekommen. Das führt immer wieder zu Diskussionen. "Wir haben hier das Problem, nicht so viel Platz zu haben, wie wir gerne hätten", räumt Planer Jörg Müller ein. Die Größe reiche aber allemal aus, um alle Verkehre problemlos aufnehmen zu können. "Wenn er größer wäre, würde auch schneller gefahren werden - ich weiß nicht, ob das für die Sicherheit förderlich wäre", argumentiert Klaus Peter Scharnberg.

Der Kreisverkehr kostet knapp 3,3 Millionen Euro. Der größte Brocken entfällt mit 1,3 Millionen auf die Stadtwerke. Der städtische Anteil beläuft sich zwar auf 1,745 Millionen, davon können allerdings 900 000 Euro aus Städtebaufördermitteln abgezogen werden. Ziel ist es, die Verkehrswege im Sanierungsgebiet zu verbessern. Autofahrer werden den Kreuzungsbereich nach der Fertigstellung zwar langsamer, aber flüssiger passieren können. Für Radfahrer werden Sicherheitsstreifen angelegt, und sie können später entgegen der Einbahnstraße in die Brunnenstraße fahren. Andreas Olbertz