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Pressespiegel

07Mär

Lübecker Nachrichten vom 7. März 2014

Kreisjugendring betreut künftig Freiwillige an der Stadtschule. Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss ist überzeugt vom Konzept des neuen Trägers.

Uwe Sommer, KJR-Geschäftsführer

Wir haben uns sehr gefreut und werden mit Elan

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe - Der Kreisjugendring Stormarn (KJR) soll ab dem Schuljahr 2014/2015 die Trägerschaft für das Freiwillige Soziale Jahr an der Gebundenen Ganztagsschule in Bad Oldesloe übernehmen. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses einstimmig aus. Bis dato kümmert sich der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) als Träger darum.

An dem von der Verwaltung vorgelegten Beschluss, über den die Stadtverordneten auf ihrer Sitzung am 24. März abstimmen, wurde auf Antrag der Freien Bürger für Bad Oldesloe (FBO) und der SPD noch einiges verändert. Demnach soll der KJR den Freiwilligendienst nicht nur ein, sondern zwei Jahre betreuen und im Mai 2015 Berichterstatten. So wollen die Ausschussmitglieder prüfen können, wie sich der neue Träger bewährt.

"Wir haben uns sehr über die Zustimmung gefreut und werden mit Elan an die Aufgabe herangehen ",sagte KJR-Geschäftsführer Uwe Sommer gestern im Gespräch mit den LN. Die Motivation, sich den Freiwilligen an Schulen zu widmen, resultiere zunächst daraus, dass es zur Kernkompetenz gehöre, junge Menschen zu coachen, die verantwortliche Positionen in der Jugendarbeit übernehmen wollen. So sei der Kreisjugendring schon zuständig für die Ausbildung der Schülervertreter in Anlehnung an die Gruppenleiterausbildung im Jugendbereich.

Sommer sieht noch einen weiteren Vorteil. "Wir können eine hervorragende Verbindung oder Brücke in Orte im Kreis Stormarn herstellen, wo wir ohnehin Jugendclubs betreuen. Dort sind wir sehr gut vernetzt", sagt er. Denn oft werde beklagt, dass die Schule immer mehr Raum einnimmt und das Freizeitverhalten der Jugendlichen zu stark dominiert. Dies sei häufig von Vereinen zu hören. Indem er die Freiwilligen ausbilde, könne der KJR zugleich wertvolle Mitarbeiter gewinnen, die sich später im Jugendverband organisieren.

Eine solche Konstellation, die Schulsozial- und Jugendarbeit miteinander verbindet, gibt es laut Sommer in ganz Schleswig-Holstein nicht. Er könnte sich deshalb vorstellen, dass das "Stormarner Modell" bald überregional Anklang findet.

"Das Konzept, das uns vorgestellt wurde, war sehr schlüssig. Der Kreisjugendring hat jetzt die Chance, das, was beim früheren Träger nicht ganz rund gelaufen ist, besser zu gestalten", sagte Gudrun Möllnitz (CDU). Es sei angemerkt worden, dass es für die Freiwilligen bei der Awo keine richtige Einführung gab. Für einige der jungen Leute sei es deshalb wie ein Sprung ins kalte Wasser gewesen. Das werde mit dem neuen Träger anders. Der Kreisjugendring habe angekündigt, den Freiwilligen schon vor Beginn des Schuljahrs einen Einführungslehrgang anzubieten, so dass sie den Aufgaben gewachsen sind.

Das bestätigte Sommer. Der KJR sei deutlich im Vorteil gegenüber sozialen Trägern, die nicht unmittelbar in Bad Oldesloe angesiedelt sind. Er könne sofort reagieren, wenn sich Freiwillige aus irgendeinem Grund nicht wohlfühlen. "Wir sitzen ja fast auf dem Schulgelände und sind gleich in der Lage einzugreifen", sagt er.