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Pressespiegel

21Feb

Lübecker Nachrichten vom 21. Februar 2014

Baubeginn für Oldesloer Kulturzentrum. In Kürze rücken die Bagger am Beer-Yaacov-Weg an. Aber das Vorhaben wird noch etwas teurer.

Frauke Busdiecka stellte die aktuellen Pläne vor.

Frauke Busdiecka stellte jetzt die aktuellen Pläne vor. Wie die Außenanlagen aussehen sollen, steht allerdings noch nicht fest.

Von Susanna Fofana

Bad Oldesloe - In einer Woche schon wird die Baustelle eingerichtet. Anfang April sollen die Ausschreibungsergebnisse vorliegen. Mitarbeiter des Architekturbüros Sunder-Plassmann stellten im Hauptausschuss der Stadtverordnetenversammlung den Planungsstand vor. Die Kommunalpolitiker haben mit großer Mehrheit die Mehrkosten genehmigt, die nach den Aussagen von Stadtkämmerin Mandy Treetzen "nur das Nötigste, keine Phantasiekosten", enthalten, aber dennoch fast eine halbe Million Euro betragen. Die Hälfte trägt die Stadt, andere das Land. 

Herzstück des Kultur- und Bildungszentrums (KuB), das sich vom alten Amtsgericht bis zum Historischen Rathaus entlang des Beer-Yaacov-Weges erstrecken wird, ist der Multifunktionssaal. Indem sollen nicht nur die Stadtverordneten tagen, sondern auch Theater gespielt und Musik aufgeführt werden.

Diplom-Ingenieurin Frauke Busdiecka sagte, der Saal werde etwa 200 Sitzplätze haben. Jeder Veranstalter müsse seine eigene Technik mitbringen, nur die Grundausstattung, die für die Belange der Volkshochschule ausreiche, werde eingebaut. Sonst, so ergänzt Diplom-Ingenieur Christian Fliege, müsse die Stadt einen Veranstaltungstechniker vorhalten. Das werde teuer.

Eine Rampe, Automatiktüren, Rollstuhlparkplätze und behindertengerechte Toiletten seien bedacht worden. Der alte Amtsgerichtsaal ist künftig für sportliche Aktivitäten vorgesehen. Volker Evers (SPD) wollte wissen, wie es mit dem Bistrobereich aussehe. Dafür werde per Ausschreibung ein Betreiber gesucht, so Treetzen. Es werde aber keine "Vollküche" geben, Veranstalter müssten selbst für das Catering sorgen.

Beim Thema Mehrkosten wurde von der "Oldesloer Elbphilharmonie" gesprochen. Dies wollte Bürgermeister Tassilo von Bary nicht gelten lassen. Vor weiteren Mehrkosten sei man trotzdem nicht gefeit. "Alle Bereiche sind von den Mehrkosten betroffen", so Treetzen. Die Rede ist von 450 000 Euro. Damit erhöhen sich nach jetzigem Stand die Kosten für das Kultur und Bildungszentrum auf fast 8,8 Millionen Euro. Wie die Außenanlagen gestaltet werden ist noch nicht konkretisiert, sie sollen erst später im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Beer-Yaacov-Weges angelegt werden.

Eine rege Diskussion entflammte im Hauptausschuss zum Thema Fenster. Die Architekten wollten noch gut erhaltene Holzfenster ausbauen und an der Ostseite wieder einbauen. Davon hielt Hauke Heesch (CDU), der selbst vom Fach ist, nichts: "Eine Milchmädchenrechnung". Wenn man Fenster aus- und einbaue seien sie nicht mehr das, was sie einmal waren.

Noch Beratungsbedarf besteht in den Fraktionen zu einem Antrag der FBO, den Matthias Schröder vortrug. Er möchte einen Kostenrahmen von 8,5 Millionen Euro Planungs-und Baukosten für das Kultur-und Bildungszentrum festgelegt wissen. Darüber soll nun auf der nächsten Sitzung des Hauptausschusses abgestimmt werden. Den zweiten FBO-Wunsch, die Einrichtung eines Sonderausschusses, lehnten der Ausschuss bereits ab.


Die Hälfte der Kosten trägt das Land

Die Baugenehmigung für das Kultur und Bildungszentrum stammt aus dem Jahr 2009. Die Hälfte der förderfähigen Kosten trägt das Land. Die Unterhaltung des Historischen Rathauses und die Ausstattung gehören allerdings nicht dazu. Es wurde bereits damit begonnen, das Baufeld freizuräumen. Ab 28. Februar wird die Baustelle eingerichtet, vom 3. März an ist der Beer-Yaacov-Weg nur noch für Anlieger frei. Am 26. März legt die Verwaltung in Kiel die Mehrkosten zur Genehmigung vor, Anfang April sollen die Ausschreibungsergebnisse vorliegen. Erst dann ist der Kostenrahmen ziemlich exakt - abgesehen von Überraschungen beim Ausbau. sus