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Pressespiegel

12Feb

Stormarner Tageblatt vom 12. Februar 2014

Nur kleine Variante für Stoltenrieden

Bad Oldesloe

Die Uhr zeigte schon fast Mitternacht, da fiel im Bauausschuss die Entscheidung. Die Anlieger aus dem Stoltenrieden, die bis dahin ausgeharrt hatten, klatschten spontan - ein Beschluss ganz in ihrem Sinne.

Es geht um die Pläne für den hinteren der vier Stoltenrieden-Hochhaustürme. Ein Investor hatte das seit Jahren leer stehende Objekt gekauft und plant, es abzureißen, um dort einen kleineren, aber dafür längeren Hochhausneubau zu errichten (wir berichten). Dagegen laufen die rückwärtigen Anlieger Sturm, denn sie haben die Befürchtung, zukünftig im Schatten des Neubaus zu liegen. Planer Ernst Wessels bestätigte die Befürchtung: "Im Frühling und Herbst wirft der Dreigeschosser Schatten auf die Häuser."

Der Verwaltungsvorschlag, zukünftig an alle vier Hochhäuser Anbauten zu ermöglichen, war sehr schnell vom Tisch. Das hatten die Politiker einhellig von Anfang an abgelehnt. "So eine starke Nachverdichtung kann das Gebiet nicht vertragen", argumentierte Hans-Hermann Roden (SPD). Die CDU konnte dieser Sichtweise folgen. Im Zuge der langwierigen und teilweise hitzigen Diskussion - zwischenzeitlich stand auch im Raum, alles so zu lassen wie es ist und keinen neuen B-Plan zu verabschieden - kristallisierten sich zwei Vorschläge heraus: Die CDU schlug vor, einen Neubau auf fünf Etagen plus ein Staffelgschoss zu beschränken. Der Anbau soll nur zwei Stockwerke bekommen, dafür ein etwas abseits geplantes Solitärbauwerk eine Etage mehr. Die SPD machte sich für einen fünfstöckigen Neubau anstelle des Hochhauses stark, den Anbau lehnte sie ab, wollte aber den Solitär genehmigen. Mit knapper Ein-Stimmen-Mehrheit wurde dieser Vorschlag bewilligt.

Unklar ist, ob der Investor unter diesen Vorzeichen wirklich neu baut oder nicht doch lieber saniert, denn das Hochhaus genießt weiterhin Bestandsschutz. ol