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Pressespiegel

09Feb

Lübecker Nachrichten vom 9. Februar 2014

Ein Hochhaus darf es wieder sein. Eigentümer im Stoltenrieden wehren sich gegen andere Bebauungspläne.

Manfred Lieder und Gerd Manzel Das Hochhaus im Hintergrund.

Manfred Lieder (re.) und Gerd Manzel kämpfen am Stoltenrieden gegen einen Neubau. Das Hochhaus im Hintergrund würde durch ein Gebäude ersetzt, dass zwar niedriger aber wesentlich länger wäre. Foto: kks

Bad Oldesloe - Sie haben Angst, dass ihre Eigentumswohnungen an Wert verlieren: Die Bewohner des Bad Oldesloer Stoltenrieden 18 bis 18b wollen im Zweifel gegen die geplante Bebauung des Grundstückes Stoltenrieden 14 bis 16 gerichtlich vorgehen.

Wo jetzt noch ein mittlerweile unbewohntes achtstöckiges Hochhaus steht, ist ein Neubau geplant, der zwar niedriger, dafür jedoch länger werden soll. "Klare Zeile" nennt sich der Entwurf, der kommenden Montag in der Sitzung des Bauausschusses besprochen wird. Es ist der Bebauungsplan 110.

"Wir wollen das nicht", betonen Manfred Lieder, Sprecher des Verwaltungsbeirates der Wohnanlage, und Gerd Manzel. Sie setzen sich dafür ein, dass an gleicher Stelle wieder ein Hochhaus entsteht, in Höhe und Breite wie das jetzige. Den Status Quo halten nennt Lieder das. Denn sonst, so Manzel, werde das alles so eng, dass "wir so beieinander wohnen, dass man seinem Nachbarn sagen kann, reich mir mal das Salz für mein Ei". Noch macht er Spaß, aber er meint es ernst. Auch damit, dass er seinen Blick ins Naturschutzgebiet behalten möchte. Das trifft nicht nur auf Manzel zu. In den Stellungnahmen zur Planung heißt es, dass "Mieter der Häuser gegen eine Hauswand sehen würden". Gertrud Horstmann, die eine Wohnung im Erdgeschoss hat, erklärt: "Wir wollen nicht noch mehr Dunkelheit". Sie befürchtet eine Wertminderung.

Die Stadt argumentiert, dass "eine Wertminderung der nördlich an das Plangebiet angrenzenden Bebauung bezweifelt wird. Außerdem muss ein Grundstückseigentümer damit rechnen, dass eine Kommune im Rahmen ihrer Planungshoheit und unter Wahrung der Nachbarinteressen zusätzliche Baugebiete ausweist beziehungsweise Gebäude zulässt. Zumutbare Einschränkungen, wie hier der teilweise Verlust von Aussichten ins Grün, sind hinzunehmen." Die Sitzung des Bauausschusses beginnt am Montag um 19 Uhr im Stadthaus.