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Pressespiegel

31Jan

Lübecker Nachrichten vom 31. Januar 2014

Alte Post: Ergotherapeutin will nicht ohne weiteres umziehen. Noch gibt es keine Einigung zwischen ihr und der Immo-Konzept Osnabrück über die Bedingungen. Finanzzentrum der Post ist ab April in einem Container anzutreffen.

Katrin Jalaß in ihrer ergotherapeutischen Praxis an der Lübecker Straße.

Katrin Jalaß in ihrer ergotherapeutischen Praxis an der Lübecker Straße. Sie hat feste Betreuungsverträge mit dem Stift St. Josef und der Asklepiosklinik. Aus diesem Grunde möchte sie die zentral gelegenen Räume möglichst nicht aufgeben. Fotos: von Dahlen

Bad Oldesloe - Das Wort "Fachmarkt" ist gestrichen. Am Standort des Postgebäudes in der Lübecker Straße soll jetzt ein "Nahversorgungszentrum" entstehen. Die Stadt habe auf diesem neuen Begriff bestanden, erklärt Hans-Joachim Weber vom Büro Immo-Konzept Osnabrück. Ansonsten entwickle sich das Projekt völlig im Zeitplan, sagt der Investor.

Das bestätigt auch Oldesloes Bürgermeister Tassilo von Bary. Wie er berichtet, wird der Bauantrag für das Projekt am27. Februar gestellt, so dass mit einer Genehmigung Ende März zu rechnen sei. "Die Finanzierung ist an das Baurecht gekoppelt. Insofern ist alles im Fluss", sagt von Bary.

Weber selbst stellt klar: "Die Finanzierung über die Sparkasse ist sichergestellt." Das Abrissunternehmen stehe fast schon vor der Tür, um die alte Immobilie zu entfernen und Baufreiheit für die Trave- Arkaden zu schaffen, in die unter anderem Rewe, Budnikowsky und Denn's Biomarkt einziehen werde. Zudem sei Immo-Konzept Osnabrück im Begriff, einen Generalvertrag mit einem Bauunternehmen zu unterzeichnen.

Die Postbank, einer der Hauptmieter des Objekts in der Lübecker Straße, hat bereits angekündigt, das Gebäude zum 31. März freizuziehen. Nach Mitteilung von Pressesprecher Ralf Palm wird der ursprüngliche Plan umgesetzt und das Finanzzentrum in einem Container in unmittelbarer Nähe des jetzigen Standorts eingerichtet. "Gleichzeitig verhandeln wir mit einem Projektentwickler über eine Dauerlösung", erklärte er. Ein neuer Mietvertrag sei noch nicht abgeschlossen worden.

Ganz so unproblematisch wie in diesem Fall gestalten sich die Gespräche zwischen Katrin Jalaß und der Immo-Konzept Osnabrück indes nicht. Die Ergotherapeutin betreibt seit 14 Jahren eine Praxis im Gebäude mit sieben Angestellten. Ihr Mietvertrag läuft rein theoretisch bis zum 31. Juli 2024. Bislang konnten sie und die Immo-Konzept sich nicht über die Modalitäten eines Umzugs der Praxis einigen. Katrin Jalaß hat nach eigenen Aussagen darauf bestanden, dass ihr der Investor nachweist, dass er rechtmäßiger Eigentümer der Immobilie geworden ist. Als Grund dafür führt sie an, dass sie ihre Miete immer noch auf das Konto der Lorac Investment Management einzahlen muss. Zum jetzigen Zeitpunkt ein alternatives Objekt anzumieten, sei ihr zu riskant, sagt sie. Dabei werde ihr bereits ein Ausweichquartier freigehalten, es frage sich aber nur, wie lange noch.

Hans-Joachim Weber wiederum sagt, er habe die Immobilie schon im Juli gekauft. "Würden wir sonst den ganzen Aufstand wie Lärmgutachten, Verkehrsgutachten und Umweltverträglichkeitsstudie unternehmen?", fragt er. Zudem sei es nicht einzusehen, weshalb er einer fremden Person ein offizielles Dokument wie einen Kaufvertrag zeigen sollte. "Da will jemand gegen Geld rausgehen", sagte er im LN-Gespräch. Die Summe, die im Raum stehe, werde immer höher.

Katrin Jalaß rechnet vor, dass ein Umzug für sie mit höheren Kosten verbunden ist. Die Aufwendungen für die Praxis, die als neues Quartier in Frage komme, lägen deutlich über den jetzigen. Derzeit zahle sie eine Warmmiete, später müsse sie die Heizkosten separat begleichen. Zudem müssten im anderen Gebäude die Decken verstärkt werden, damit sie daran Therapiegeräte befestigen kann.

Ob und wie sich diese Differenzen überbrücken lassen, ist noch völlig ungewiss. Ohne eine Einigung, dürfte sich der geplante Abriss des Gebäudes kaum durchsetzen lassen.

Beschlüse zu Arkaden:

Die Trave-Arkaden sind auch Thema des Bau- und Planungsausschusses am 10. Februar. So werden die Stellungnahmen der Öffentlichkeit, die während der frühzeitigen Beteiligung eingegangen sind, abgewogen. Da der Flächennutzungsplan für das Gebiet Lübecker Straße 23 und 25 geändert werden muss, steht auch hier ein Entwurfs-und Auslegungsbeschluss an. Weitere Themen sind das Baugebiet Stoltenrieden, der Stadtumbau West, die Verkehrssituation an der Kreuzung Steinfelder Redder/Lübecker Straße.