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Pressespiegel

29Jul

Post-Abriss für Supermarkt

Stormarner Tageblatt vom 23. Juli 2013   Gebäude in der Lübecker Straße verkauft / Osnabrücker Büro stellt im August seine Pläne vor

Bad Oldesloe

Vor mehr als einem Jahr hatte Ladenflächenmanager Stefan Pötzsch im Bauausschuss vom bevorstehenden Verkauf der Post in der Lübecker Straße berichtet. Am 12. August kann sich der Ausschuss konkret mit dem Thema befassen, was zwischen Lübecker Straße und Konrad-Adenauer-Ring geschieht. Die Immo Konzept aus Osnabrück hat die Immobilie von der Lorac Investment erworben.

Der Immobilienfonds aus dem kanadischen Toronto hatte 2008 rund 1200 Gebäude von der Post erworben. Mit der Vermietung waren die neuen Besitzer in Bad Oldesloe aber nicht sehr erfolgreich. Die Schilder von Lorac stehen heute noch in der Lübecker Straße. Die Osnabrücker mit Alexandra und Hans Jürgen Weber an der Spitze sind dagegen Planer und Projektentwickler.

Am Abriss führt kein Weg vorbei, auch wenn das Gebäude nicht mal 30 Jahre alt ist. Es war für die Bedürfnisse der Post gebaut worden und ist von der Statik und der Stellung der Stützen für andere Nutzungen kaum brauchbar. Der große Vorteil der Post-Immobilie ist aber: Das Gelände ist mit rund 5000 Quadratmetern groß genug für einen Vollsortimenter, den auch das Einzelhandelsgutachten empfiehlt.

Pläne für einen Supermarkt in der Innenstadt gab es genug. Der M & H-Parkplatz war zu klein, Exer und Sportplatz wären groß genug gewesen, das war aber nicht gewollt. Insofern ist die Lübecker Straße ideal, auch wenn es für eine Zu- und Abfahrt vom Ring keine Genehmigung geben dürfte.

„Das hört sich alles gut an“, sagt Bürgermeister Tassilo von Bary, „zwei Drittel der Flächen sind bereits vermietet“. Grundsätzliches Interesse, in der Lübecker Straße zu bleiben, hat auch die Post. „Wir sind in Gesprächen und grundsätzlich an diesem Standort oder einem Standort in der Nähe interessiert“, sagt Postbank-Sprecher Rüdiger Grimmert, „alles andere ist Verhandlungssache“.

Der Mietvertrag ist fristgemäß zum 31. März nächsten Jahres gekündigt. „Wir wollen unsere Post- und Bankdienstleistungen auch dann weiter anbieten“, sagt Grimmert. Rund 250 Quadratmeter Verkaufsfläche plus Lager werden benötigt, die auch von Lkw angefahren werden können. „Die Infrastruktur muss stimmen“, so der Post-Sprecher.

Der Entwurf von Immokonzept sieht mehrere rechteckige Gebäude an der Lübecker Straße vor. Der Supermarkt dürfte eine Größe von 2000 bis 2800 Quadratmeter haben, auch im Obergeschoss sind Einzelhandelsgeschäfte vorgesehen. Parkplätze sind sowohl im hinteren Bereich zum städtischen Parkhaus ebenerdig sowie auf dem Dach geplant. Das Investiitionsvolumen soll bei rund zehn Millionen Euro liegen.

Ihre Pläne werden die Osnabrücker im Bauausschuss am 12. August vorstellen, der Aufstellungsbeschluss für einen B-Plan kann frühestens im September kommen. „Wir werden darauf achten, dass es auch städtebaulich ansehnlich wird“, so von Bary. Rolf Blase