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Pressespiegel

27Jan

Stormarner Tageblatt vom 27. Oktober 2014

CDU: Ein Klimaschutzmanager bringt den Klimaschutz nicht voran

Bad Oldesloe Klimaschutzmanager in Bad Oldesloe - das ist eine unendliche Geschichte, obwohl die Stelle befristet ist. Bei der Stadtverordnetenversammlung heute ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus wird das nächste Kapitel aufgeschlagen. Eigentlich hätte die Stadt mit Gerda Brodner ja eine Klimaschutzmanagerin. Nachdem aber der Finanzausschuss eine Entfristung der Stelle abgelehnt hat, hat sie sich zum Jahresende umorientiert.

Die Verwaltung hat drei Varianten skizziert: Die Stelle wird nicht wieder besetzt, sie wird befristet bis Oktober oder sie wird unbefristet besetzt. Die CDU hat sich wiederholt gegen die Stelle ausgesprochen, will das aber ausdrücklich nicht als Abschied vom Klimaschutz verstanden wissen. "Hauptaufgabe eines Managers ist es entgegen dem vorherrschenden Eindruck nicht, Klimaschutz-Investitionen in städtischen Liegenschaften und Einrichtungen zu fördern. Dafür gibt es bereits einen Energiemanager", erläutert Fraktionsvorsitzender Horst Möller.

Erster Adressat des Managers sollen vielmehr die privaten Haushalte und die ortansässigen Unternehmen sein, denn gerade diese Gruppen verfügten über die größten Einsparpotenziale - so steht es im Klimaschutzkonzept. Die CDU bezweifelt aber, dass ein Verwaltungsmitarbeiter der richtige Ansprechpartner ist. "Sonst glaubt der Verwaltung doch auch keiner. Da müssen wir keine hochbezahlte Kraft vorhalten, die nur das vorkaut, was ohnehin jeder aus dem Internet weiß."

Nach Auffassung der CDU Fraktion ist die Stelle, so wie sie während der vergangenen Jahre konzipiert war, weder geeignet noch notwendig, den Klimaschutz voranzubringen. Da würden auch keine Fördermittel helfen.

Nach Ansicht der CDU reiche es aus, spezielle Aufgaben wie beispielsweise die Erstellung von Informationsmaterialien oder die Durchführung öffentlichkeitswirksamer Aktionen extern zu vergeben. Die Federführung sollte dann beim Umweltausschuss liegen.

"Das ist richtig", stimmt auch SPD-Fraktionsvorsitzende Maria Herrmann der CDU-Argumentation im Hinblick auf die vergangenen beiden Jahre zu: "So wie die Stelle angelegt war, hat sie uns nicht weiter gebracht. Wir wollen was Ordentliches." Sie verweist auf den Hauptausschuss vom Dezember in dem mehrheitlich beschlossen worden war, die Stelle schnellstmöglich dauerhaft zu besetzen. Klimaschutz sei eben nicht auf Stadtradeln oder das Drucken von Flyern zu reduzieren. "Auf diese Stelle muss jemand, der dafür brennt. Dämmung kann man nicht verordnen, dafür muss man motivieren", sagt sie.

Wie die Abstimmung heute Abend ausgehen wird, ist offen, vermutlich wird es ein knappes Ergebnis. Andreas Olbertz