Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder

Pressespiegel

10Jan

Lübecker Nachrichten vom 10. Januar 2014

Oase übernimmt Betrieb der offenen Ganztagsschule

Bad Oldesloe - Jetzt fehlt nur noch die Absegnung durch die Stadtverordnetenversammlung: Das Mehrgenerationhaus Oase aus Bad Oldesloe übernimmt zum Schuljahr 2014/2015 die Trägerschaft für die offenen Ganztagsschule an der Grundschule West und der Klaus- Groth-Schule. Die genauen Details des Vertrages wurden jetzt ausgehandelt, das Werk steht zur Unterschrift bereit.

Grundlage für das Konzept der offenen Ganztagsschule, das von beiden Schulen und der Stadt entwickelt wurde, ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die eine inklusive Ausrichtung der offenen Ganztagsschule vorsieht. Genau dieser Sachverhalt sorgte auf der jüngsten Sitzung des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses (BSKA) allerdings noch einmal für Diskussionen. Denn die SPD setzte sich noch einmal dafür ein, im Konzept auch tatsächlich festzuschreiben, dass eine feste Stelle geschaffen wird, die für die Betreuung für Kinder mit Integrationsbedarf ist. "Zum Beispiel eine halbe Erzieherstelle zusätzlich. Wir müssen die Lücke am Nachmittag füllen", erklärte Hajo Krage (SPD). "Es macht Sinn, dass grundsätzlich so eine Person eingestellt wird", unterstützte Susanne Agne vom Behindertenbeirat das Anliegen.

Doch das konnte sich Bad Oldesloe Bürgermeister Tassilo von Bary nicht vorstellen. "Wir können als Schulträger nicht für den Fall der Fälle Personal vorhalten", erklärte er. Das könne und dürfe nicht Aufgabe des Schulträgers sein. "Das sind Fälle für die Eingliederungshilfe des Kreises", dieser oder auch das Land seien dafür zuständig.

Meike Harder, Schulleiterin der Klaus-Groth-Schule, sagte: "Ich muss auf das Kind am Nachmittag ausgerichtet sein. Dann ist das Kind nicht mehr in der Klasse, die Kinder gehen in die Gruppen. Die Leute für die Kinder am Nachmittag müssen nach Bedarf einsetzbar sein." Die Betreuer würden von den Fachleuten, die am Vormittag an der Schule im Rahmen der Inklusion im Einsatz sind, entsprechend eingewiesen. "Die können genau sagen, das braucht das Kind am Nachmittag." Gudrun Möllnitz (CDU) unterstrich, dass im Konzept stehen würde, "nur geeignete Mitarbeiter einzusetzen".

Eine feste Stelle setzte SPD nicht durch, aber die Politiker erweiterten den Punkt "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" im Konzept. Demnach soll jetzt im Stellenplan, der sich am tatsächlichen Bedarf orientiert und jährlich erstellt wird, auch der Bedarf an Mitarbeitern für die Integrationshilfen festgelegt werden. Kerstin Kuhlmann-Schultz