Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder

Pressespiegel

24Mär

Stormarner Tageblatt vom 24. März 2018

Zeitenwende am Travebad. Nach monatelanger Diskussion: Oldesloer Hauptausschuss beschließt längere Parkdauer

Bislang durfte am Travebad maximal drei Stunden geparkt werden – zukünftig ist das eine Stunde länger möglich. niemeier

Bad Oldesloe. Am Ende ging es ganz schnell: Statt drei Stunden, darf zukünftig vier Stunden vor dem „Travebad“ geparkt werden. Das beschloss der Hauptausschuss der Stadt mehrheitlich. Das gilt für alle Besucher, Kursteilnehmer und Trainer. Weitere Sondergenehmigungen wird es nicht geben.

Vorausgegangen war eine monatelange Diskussion, weil für die Trainer der DLRG drei Stunden Parkzeit viel zu knapp sind. Die SPD hatte daher erneut den Antrag gestellt, dass für Ehrenamtler eine entsprechende Karte ausgestellt werde, damit sie am „Travebad“ entsprechend länger parken können. „Ich kann es nicht verstehen, dass es für die Verwaltung offenbar zu schwer ist, ein paar Parkkarten für Ehrenamtler auszudrucken“, so Hajo Krage (SPD). Es sei klar der politische Auftrag an die Verwaltung gegangen, eine Lösung zu finden. Doch das sei nicht passiert. „Herr Krage hat nur von der DLRG gesprochen. Das geht aus Gründen der Gleichberechtigung nicht. Wir müssten also auch anderen Trainern und Ehrenamtlern das gewähren. Und wenn das dort erlaubt wird, dann müssen wir es Ehrenamtlern auch an anderen Stellen gewähren“, so Bürgermeister Jörg Lembke. Kurzum: In der Verwaltung ging offenbar die Angst um, dass bald viele Ehrenamtler kostenlos oder länger im Stadtgebiet parken wollen und man es ihnen nicht verweigern könnte.

Die CDU brachte erneut eine Schrankenlösung ins Gespräch, die auch Wolfgang Schmidt (fraktionslos) unterstützte. Aber weil das „nicht gewollt war, schlagen wir jetzt generell vier Stunden Parkzeit vor“, sagte Uwe Rädisch (CDU). „Ich verstehe nicht, warum Sie das nicht gleich beschlossen haben. Die Option lag ja auf dem Tisch“, wunderte sich der Verwaltungschef.

„Ich kann es nicht fassen, dass uns gesagt wird, ihr wolltet den Vorschlag nicht, dann bekommt ihr das andere auch nicht“, war Maria Herrmann (SPD) sauer, dass es zum Problem gemacht wurde. Man habe sich bewusst gegen vier Stunden entschieden, damit die Fluktuation gewahrt bleibe und Fremdparken eingeschränkt werde, erinnerte Wilfried Janson (Grüne), der ebenso wie die SPD für eine Ehrenamtsparkkarte warb.

Die FBO schloss sich dem „pragmatischen Vier-Stunden-Vorschlag“ der CDU an, der mit sechs Ja-, drei Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen auch beschossen wurde.

„Für uns reicht das. Was mich jetzt ärgert, ist, dass man für diese einfache Lösung monatelang diskutieren musste. Wie man mit Ehrenamtlern umgeht und wie man sie motiviert, sollte trotzdem diskutiert werden, auch wenn für uns jetzt alles so in Ordnung ist in Sachen Parken“, sagte Dominic Gehrken, Vorsitzender der Oldesloer DLRG nach der Sitzung. Auch das „Travebad“ nahm den Entschluss freudig auf. „Das war nicht nur für Trainer, sondern auch für manche Kunden ein Problem. Drei Stunden sind schnell um, wenn man zum Beispiel noch das Saunaangebot nutzt“, sagt Badleiter Daryl Bebenroth. nie