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Pressespiegel

14Dez

Stormarner Tageblatt vom 14. Dezember 2017

Über diese Brücke darfst du gehen. Anlieger monieren „Verkehr“ am Zusammenfluss von Trave und Beste / Kein Personal für Schließung / Ausschuss befürwortet Öffnung.

Umstrittener Durchgang: Die Brücke zwischen Hude und Heiliggeist soll eigentlich nachts verschlossen sein. Olbertz

Bad Oldesloe. Die Brücke zwischen dem „Heiligen Geist“ und der „Hude“ in Bad Oldesloe ist zu einem Streitfall zwischen Anwohnern und der Stadtverwaltung geworden. Der Grund: Auf einem Schild angegebenen Schließzeiten würden durch die Verwaltung nicht eingehalten, dadurch käme es auch in den Abend- und Nachtstunden zu regem „Verkehr“ in diesem Bereich und in der Folge zu teilweise enormen Ruhestörungen. „Es gibt Anwohner, die sich gefühlt täglich melden und beschweren“, erklärte Bürgermeister Jörg Lembke im Bau- und Planungsausschuss. Tatsächlich ist es so, dass im rückwärtigen Bereich des „Blauen Hauses“ direkt am Zusammenfluss von Trave und Beste für viele Jugendliche eine Art „Hot Spot“ entstanden ist. Wie im Kub kommt es hier häufig zu Treffen inklusive Musik und anderen Aktivitäten. Auch Alkohol soll dort angeblich in größeren Mengen, vor allem auch durch Minderjährige konsumiert werden.

Schon vor mehreren Monaten hatten daher Innenstadt-Anwohner bei der Lokalpolitik in zwei Ausschüssen darum gebeten, Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Damals wurde allerdings schon seitens der Stadt erklärt, dass einfaches „Rumhängen“ nicht strafbar sei. Weil sich Anwohner durch die bloße Anwesenheit von Jugendlichen gestört fühlen, lasse sich ein Bereich nicht schließen, hieß damals schon die Antwort. Schließlich sei die Innenstadt ein Bereich, in dem sich alle Generationen aufhalten und möglichst wohlfühlen können sollten.

Kürzlich war die Brücke wegen Bauarbeiten gesperrt. Entsprechend traten auch keine Probleme mehr auf. Nachdem die Brücke wieder geöffnet wurde, seien auch die Probleme zurückgekehrt, war zu vernehmen. Der Bürgermeister stellte im Ausschuss klar, dass es keinen Mitarbeiter gebe, der die Tore jeden Tag auf- und abschließt. „Die Politik könnte auch beschließen, dass wir den Bereich gar nicht mehr abschließen“, sagte er. Die Idee, Anliegern die Schlüssel zu geben, verwarfen die Bauausschussmitglieder schnell wieder. „Dann macht derjenige womöglich gar nicht mehr auf“, ahnte Hartmut Jokisch (Grüne). Allgemein bestand Einigkeit, dass Schild zu entfernen und auf die nächtliche Schließung zu verzichten. „Wenn es eine Widmung politischer Art braucht, dann denke ich, dass wir das so abstimmen werden. Ich kann natürlich nicht sagen, wie die anderen Fraktionen final stimmen, wenn es zum Schwur kommen sollte, aber ich habe auch Einigkeit darüber wahrgenommen, dass es ein öffentliches Gelände ist und dann auch zugänglich sein sollte“, so die Bauausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD). Damit wäre der Streit um nicht eingehaltene Schließzeiten beendet. Patrick Niemeier