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Pressespiegel

09Dez

Stormarner Tageblatt vom 9. Dezember 2017

Einstimmig: Extrageld für „Skateland“. Ausschuss beschließt 99000 Euro zusätzlich für Erweiterung und Sanierung – überdies spendet ein Oldesloer 10000 Euro.

Das „Skateland“ auf dem Exer in Bad Oldesloe soll erweitert und saniert werden . Nie

Bad Oldesloe. Es war die Nachricht, auf die viele jugendliche Gäste im aktuellen Finanzausschuss gewartet hatten: Einstimmig beschloss das politische Gremium 99 000 Euro zusätzlich für die Erweiterung und Sanierung des Skatelands und das Streetworkoutgelände mit Parcourelementen zur Verfügung zu stellen. Damit könnte der gordische Knoten nun durchschlagen sein.

Seit mehreren Jahren haben sich Skater in ein Beteiligungsprojekt eingebracht, das die Erweiterung und Umgestaltung des Skatelands auf den Weg bringen sollte. Auch die Streetworkoutanlage ist eigentlich seit Jahren geplant, der Bau mehrfach zugesagt worden. Durch entsprechende politische Beschlüsse war auch Geld im Haushalt eingestellt. Doch im Endeffekt kam in letzter Sekunde immer etwas dazwischen. So beschloss man im Frühjahr statt des Baustarts erstmal zu versuchen noch 100 000 Euro von „Holsteins Herz“ als Förderbeitrag zu bekommen. Das gelang, verschob aber den geplanten Baubeginn. Der war nun für diesen Spätherbst angesetzt.

Doch als die Ergebnisse der Ausschreibung eintrudelten, musste Bürgermeister Jörg Lembke das Projekt erneut stoppen. Der Grund: „Die Ausschreibungsergebnisse lagen deutlich über dem, was wir erwartet hatten. Das kann man dann nicht einfach durchwinken“, so Lembke.

Frustriert und ratlos Der Kinder- und Jugendbeirat zeigte sich frustriert und ratlos, hatte man doch schon vor dem gestellten Förderantrag darauf gepocht, dass der Bau trotzdem noch im Sommer stattfinde solle. Die Teilnehmer des Beteiligungsprojekts fühlten sich nach eigener Aussage, die sie in Ausschüssen zur Sprache brachten, schlichtweg nicht ernst genommen. Jetzt klatschten sie erleichtert ab, als sich doch noch ein Ausweg fand. „Der Grund für die höher ausgefallenen Ausschreibungsergebnisse könnte daran liegen, dass die Kostenschätzungen aus dem September / Oktober 2016 schon wieder ein Jahr alt waren“, mutmaßte Bauamtsleiter Thilo Scheuber und hatte dann noch Erstaunliches zu berichten. „Es hat sich interessanterweise keine Firma an der Ausschreibung beteiligt, die sonst Skateanlagen baut. Viel mehr waren es Straßenbaufirmen. Es kann sein, dass da daher Risikopuffer in die Kalkulationen einberechnet wurden, weil Erfahrungswerte fehlen“, führte er aus.

Dank an Spender Das günstigste Angebot für das Skateland lag bei 196 695 Euro. Hier hatte man nur 146 722 Euro in den Haushalt eingestellt. In Sachen Streetworkout liegt das günstigste eingegangene Angebot bei 102 158 Euro. Hier hatte die Verwaltung mit nur 71 381 Euro gerechnet. Damit das Projekt trotzdem starten kann, stimmte der Finanzausschuss nun aber einstimmig der überplanmäßigen Ausgabe zu. Außerdem spendet ein Oldesloer Bürger 10 000 Euro. Durch die Berichterstattung in der lokalen Presse habe dieser beschlossen, dass er tätig werden wolle, damit das Skatelandprojekt nicht komplett scheitert, so Lembke. Dem Spender soll in der nächsten Stadtverordnetenversammlung gedankt werden.

Patrick Niemeier