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Pressespiegel

16Nov

Lübecker Nachrichten vom 16. November 2017

Eigenheime versus Mietshäuser.

Ganz versteckt im hinteren Teil der Tagesordnung stand dort das Thema „Ausübung eines Vorkaufsrechts“ zu Gebot. Ausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD) wollte darüber aber nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit abstimmen lassen und setzte sich mit dem Antrag durch, dass die unverfänglichen Fakten durchaus für alle hörbar diskutiert werden. Wie Bauamtsleiter Thilo Scheuber erläuterte, geht es um eine Fläche an der Wolkenweher Dorfstraße unweit des Fliederwegs. Zehn Grundstücke könnten dort erschlossen und mit Ein- bis Zwei-Familienhäusern bebaut werden, sagte er. Bis zum Jahr 2025 ermögliche die Bauleitplanung ein solches Vorgehen.

Maria Herrmann erinnerte daran, dass die Stadt sich verpflichtet hat, den sozialen Wohnungsbau in der Stadt voranzutreiben, so dies bei neuen Vorhaben zu mindestens 30 Prozent. „Ich halte nichts davon, dort draußen eine neue Eigenheimsiedlung zu entwickeln. Morgen werden die Leute älter und ärgern sich, weil kein Bus in die Innenstadt führt“, sagte sie. Es gebe viele Flächen in der Innenstadt, die dem Ansinnen der Stadt, mehr bezahlbare Mietwohnungen zu fördern, besser zu Gesicht stünden.

Die Mehrheit im Ausschuss sah dies offenbar anders und erteilte der Verwaltung den Auftrag, die Vorkaufsrechte für die Flächen zu sichern und unverzüglich ein B-Plan-Verfahren für eine spätere Wohnnutzung einzuleiten.

Die Warnung von Grünen-Fraktionschef Wilfried Janson, es könne bei der Genehmigung zu Problemen mit dem Abstand zu den Windkraftanlagen in der Nähe führen, rührte offenbar in offenen Wunden einiger Anwohner der Wolkenweher Dorfstraße. Sie beschwerten sich darüber, dass niemand ihre Bedenken wegen der zu erwartenden Schallemission und des Schattenschlags ernst genommen hätten, als die Windräder vor einigen Jahren errichtet wurden. Jetzt zu hören, dass die Behörden bei neuen Wohnbauprojekten aber genau diese Aspekte als Grund für eine Ablehnung anführen könnten, sei der reine Hohn, hieß es. D. von Dahlen